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	<title>Blaue Seite</title>
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		<title>Interview mit Salah Naoura</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 15:46:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Saskia Klaus interviewte den Übersetzer und Kinderbuchautor Salah Naoura am 7. September auf dem 8.Bücherpiratenfestival in Lübeck nach seiner Lesung zum Kinderbuch &#8220;Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums&#8221;. Wie hat es Ihnen bei uns gefallen? Sehr nett. Ich finde „Matti“ zu lesen macht immer sehr Spaß. Es ist ja ein sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Saskia Klaus interviewte den Übersetzer und Kinderbuchautor Salah Naoura am 7. September auf dem 8.Bücherpiratenfestival in Lübeck nach seiner Lesung zum Kinderbuch &#8220;Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Salah-Naoura.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Salah-Naoura-225x300.jpg" alt="" title="Salah Naoura" width="225" height="300" class="alignright size-medium wp-image-2467" /></a><strong>Wie hat es Ihnen bei uns gefallen?</strong></p>
<p>Sehr nett. Ich finde „Matti“ zu lesen macht immer sehr Spaß. Es ist ja ein sehr lustiges Buch. Jetzt gerade war es ein bisschen unruhig, weil eine 2.Klasse dabei war, das fand ich ein bisschen schade, weil die eigentlich noch zu klein dafür sind, aber sowas passiert laufend und das ist ganz normal. Ich bin sehr von diesem Haus hier beeindruckt und finde das sehr schick und ich freue mich, dass ihr das gefunden habt. Und dann auch noch für so eine günstige Miete, das hätte ich auch gerne bei meiner Wohnung. <img src='http://www.die-blaue-seite.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Gibt es einen bestimmten Grund warum Sie lieber für Kinder als für Erwachsene schreiben?</strong></p>
<p>Ich möchte auch gerne mal für Erwachsene schreiben. Deshalb hab ich mir für die nächsten Jahre vorgenommen mal einen Thriller zu schreiben.<span id="more-2457"></span> Böse, abgrundtief und richtig schwarzer Humor. Das mag ich sowieso sehr gerne &#8211; auch für Kinder, aber da muss man sich auch ein bisschen einschränken. Mein großes Vorbild ist Roald Dahl, der hat ja auch diese bösen schwarzhumorigen Geschichten für Erwachsene geschrieben, &#8220;Küsschen, Küsschen&#8221; und so. Ich hab den Eindruck, dass uns etwas verbindet.Seine Kindergeschichten finde ich super und so etwas Ähnliches möchte ich auch für Erwachsene schreiben. Ich schreibe gerne für Kinder, weil ich mich sehr gut daran erinnern kann, wie ich mich damals gefühlt habe. Ich habe dazu noch einen sehr guten Draht. Ich mag Humor und Sprachspielereien sehr gerne und die kann man in der Kinderliteratur sehr gut verwirklichen. Deshalb ist das mein bevorzugtes Genre. Ich mache aber auch sehr unterschiedliche Sachen. Von Pappbilderbüchern ab 2 bis zu Kinderbüchern ab 11 Jahren. Jugendbücher überspringe ich einfach. Sowohl sprachlich als auch inhaltlich muss man dabei bestimmte Vorgaben beachten. Da ich auch Lektor und Übersetzer war, Autor bin ich erst seit kurzem, konnte ich vorher schon viel üben, was für welche Altersklasse genommen werden kann und was nicht.</p>
<p><strong>Warum keine Jugendbücher?</strong></p>
<p>Das liegt daran, dass ich der Meinung bin, dass heutzutage viele Jugendbücher problemlastig sind. Ich habe viele Jugendbücher übersetzt und das ist mir auch ziemlich schwer gefallen. Eine Zeit lang hab ich das gerne gemacht, aber ich habe zuletzt ein Buch über eine Magersüchtigte übersetzt. Das heißt „Wintermädchen“ und ist bei Ravensburger erschienen und es ist eine Ich-Erzählerin, die ihr eigenes Seelenleben schildert und den Kampf mit dem Essen und Nicht-Essen, und das ist psychisch wahnsinnig anstrengend, wenn ich so etwas übersetze. Diese Problemjugendbücher fallen mir dann auch schwer, weil sie zu wenig humorig sind und ich auch gerne absurde Situationen mag. Ich würde dann ein Jugendbuch schreiben, wenn mir einfällt, wie man lustige und unterhaltsame Bücher für Jugendliche schreiben kann. Und da bin ich noch nicht so richtig auf den Dreh gekommen. Heutzutage werden eben diese Problembücher gelesen oder eben reine Fantasy, das lesen Jungs in dem Alter gerne, und mit reiner Fantasy hab ich es nicht so, da ich Drachen und Burgen nicht so mag.</p>
<p><strong>Schreiben Sie oder übersetzen Sie lieber?</strong></p>
<p>In den letzten 2 Jahren schreibe ich ja mehr und das macht mir natürlich mehr Spaß, besonders weil man machen kann, was man möchte. Und das ist einfach befriedigender, wenn man zu seiner eigenen Idee schreiben kann. Aber beim Übersetzen kommt es natürlich auch darauf an, was man übersetzt. Ich habe einen Lieblingsautor, der lebt in Liverpool und heißt Frank Cotrell Boyce und von dem habe ich schon mehrere Bücher im Carlsen-Verlag übersetzt. Der ist mir in seiner Art, wie er schreibt und drauf ist, sehr ähnlich. Ich habe ihn auch schon persönlich kennengelernt, und den zu übersetzen bringt mir wahnsinnig Spaß. Und da gibt es dann natürlich auch zum Beispiel dieses Magersuchtsbuch, bei dem es mir wahnsinnig schwer fällt. Aber das ist natürlich auch ein Broterwerb und da muss man dann eben auch mal Dinge tun, die einem nicht so gut gefallen, das ist ja mein Beruf. Um etwas auf Deutsch schreiben zu können, muss ich es in gewisser Weise nachempfinden können. Ich kann das nicht einfach so emotional von mir weghalten und es dann auf Deutsch schreiben, sondern ich muss es dann auch erst mal spüren und das kann natürlich auch sehr anstrengend sein, bei schwierigen Themen.</p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Salah-Naoura2.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Salah-Naoura2-225x300.jpg" alt="" title="Salah Naoura2" width="225" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-2468" /></a><strong>Können Sie mal kurz den Beruf des Übersetzers beschreiben?</strong></p>
<p>In meinem Fall Literaturübersetzer, da es auch andere Übersetzer gibt, die ganz anders bezahlt werden oder auch anders organisiert sind. Die zum Beispiel für Übersetzerbüros arbeiten, machen Fachtexte, Briefe oder die übersetzen für die Wirtschaft, die sind aber auch in einem anderen Verband organisiert. Die Literaturübersetzer sind, wenn sie in der Gewerkschaft sind, beim VDÜ, inzwischen natürlich bei Verdi, und wie man Übersetzer wird, kann man nicht so recht sagen. Das läuft in der Regel so, dass jeder, der sich dazu berufen fühlt, theoretisch jedenfalls, eine Probeübersetzung für einen Verlag machen kann. Man würde sich dann bei einem Verlag bewerben und sagen: „Ich würde gerne übersetzen.“ Oder „Ich kann das gut. Gebt mir mal eine Probeübersetzung.“ Und wenn die gerade Mangel haben oder das Gefühl haben, sie wollen ein paar neue Gesichter suchen, dann kriegt man das vielleicht. Und dann muss man einfach beweisen, dass man es kann. Und dann wird man in eine Kartei aufgenommen und wenn dann mal ein Engpass entsteht, würde man dann eine Übersetzung bekommen und vielleicht vorher nochmal eine Probeübersetzung machen.<br />
In meinem Fall war es so, dass ich in meinem Studium ein Praktikum bei Beltz &amp; Gelberg, also bei dem Kinderbuchverlag in Weinheim, gemacht habe und da ein schwedisches Bilderbuch herumlag, das die Leute nicht lesen konnten. Und da ich Schwedisch studiert habe, genauer gesagt Germanistik und Skandinavistik, und dann das Buch gelesen habe und es ganz toll fand, hab ich gesagt, das ist super, das müsst ihr dringend machen, und wurde dann gefragt, ob ich es übersetzen würde und dann hab ich das übersetzt und dann hat das gleich den Jugendliteraturpreis bekommen <img src='http://www.die-blaue-seite.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  Das war ganz toll und natürlich der Einstieg in die Übersetzerei. Zunächst habe ich dann vorrangig Bilderbücher übersetzt und hab dann aber auch immer mehr längere Texte übersetzt, aber meistens aus dem Englischen, da es viele schwedische Übersetzer gab und der englische Markt viel größer ist.</p>
<p><strong>Was machen Sie bei Schwierigkeiten wie zum Beispiel Wortspielen, wo Sie nicht wissen, wie Sie das übersetzen sollen?</strong></p>
<p>Das gibt es sehr häufig. Besonders die Engländer spielen sehr gerne mit der Sprache und auch mein Lieblingsautor macht das gerne. Dann muss man eine Entsprechung finden. Ich versuche mir dann immer was auszudenken, das auch ein deutscher Autor schreiben würde und was echt wirkt. Viele Dinge sind aber einfach nicht zu übersetzen. Da muss man ein passendes Pendant finden und man hat es dann richtig gemacht, wenn es sich gut in den Text einpasst und beim Lesen keiner merkt, dass etwas reingeschmuggelt ist. Aber man muss den Text an solchen Stellen auch verändern, wenn es nicht 1 zu 1 funktioniert, sonst wird es eine schlechte Übersetzung.</p>
<p><strong>Wie kamen Sie zum Schreiben?</strong></p>
<p>Ich wollte schon mit 12 schreiben. Damals habe ich Märchen geschrieben und wollte eigentlich immer Schriftsteller werden, aber für mich war es auch schon so, dass ich eine ganze Zeit dazu gebraucht habe, um überhaupt meine eigene Sprache zu finden. Und als Lektor bekommt man ein gutes Gefühl für die Sprache von anderen Leuten und somit auch zur eigenen. Und dann muss man eben gucken, wie würde ich das ausdrücken und wie macht das ein anderer und das schult einfach sehr gut. Und das Übersetzen und Lektorieren war einfach eine gute Schule für mich. In den letzten 2 bis 3 Jahren habe ich dann das Gefühl gehabt, dass ich meine eigene Sprache jetzt gefunden habe. Es hat also eine ganze Weile gedauert. <img src='http://www.die-blaue-seite.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  Es ist ein langer Weg. Aber so kann ich mich darauf konzentrieren wie die Geschichte sein soll, die ich schreibe, also auf den Inhalt.</p>
<p><strong>Was war das für ein Gefühl, als Sie das erste Mal Ihr eigenes Buch in den Händen hielten?</strong></p>
<p>Ehrlich gesagt war es kein so besonderes Gefühl, weil ich ja vorher schon so viele Übersetzungen von mir in der Hand hatte und da sehe  ich den Unterschied gar nicht mehr so groß, weil man es eben schon gewohnt ist, dass in einem Buch der Name drin oder drauf steht. Ich hab ja auch mit kleineren Büchern angefangen. Ich habe viele Erstleserbücher geschrieben, das fing schon in den 90ern an, und neu ist, dass ich von 2008 bis jetzt Kinderromane geschrieben habe. Diese langen Formen sind also neu.</p>
<p><strong>Haben Sie Tipps für junge Leute, wie man gut schreibt?</strong></p>
<p>Ich hab viele, aber darüber ich könnte ich Bücher schreiben. Man sollte sich immer bewusst sein, für wen man schreibt, wie alt ist der Adressat, und dass man überhaupt für ein Publikum schreibt. Das unterscheidet einfach Tagebuchtexte von literarischen Texten. Da man ein Tagebuch für sich schreibt, gibt es kein Publikum. Andersherum sollte es dann eben einen Plot geben und die Sprache stimmen, damit die Leute in einer bestimmten Altersklasse eben auch angesprochen werden. Und was häufig noch falsch gemacht wird, ist, dass Sprache und Inhalt oft nicht zusammenpassen. Also, wenn ich stilistisch eine Geschichte für einen 16-jährigen schreibe, was schon recht anspruchsvoll ist, und die Geschichte dann aber von Feen oder Kobolden handelt, geht das natürlich nicht. Wenn ich für kleine Kinder schreibe, muss ich die Sprache natürlich sehr vereinfachen, und dann darf ich aber natürlich auch nicht über die Probleme eines Architekten schreiben, sondern dann müssen es eben auch fantastischere Themen sein. Das sind häufige Fehler. Ein anderer Tipp, den ich geben kann, ist, dass man die Figuren sich gegenseitig charakterisieren lässt. Dass man dem Leser eben nicht alles erklärt, sondern dies den Figuren überlässt. Dass die sich gegenseitig zeigen, was sie voneinander halten oder wie sie sind, und dass einer etwas über den anderen sagt oder eben auch auf die andere Person reagiert. Daran soll der Leser ablesen können, wie die Figuren ticken. An der Art, wie sie sprechen, was sie tun und was andere Personen in dem Buch darüber denken. Das heißt, man muss als Erzähler nicht alles erklären, sondern lässt die Figuren sich gegenseitig charakterisieren. Außerdem sind die Dialoge sehr wichtig. Also, wenn man als Autor weiß, dass die Figur soundso alt ist und dieses oder jenes Geschlecht hat, muss man das berücksichtigen und meinetwegen einen Jungen anders als ein Mädchen sprechen lassen oder eine Oma anders als einen jungen Mann. Man muss als Autor vielleicht ein bisschen schizophren sein, um multiple Figuren zu erschaffen, und Spaß daran haben, verschiedene Typen zu schaffen.</p>
<p><strong>Was hat für Sie eine blaue Seite?</strong></p>
<p>Ich denke an Blaue Stunde. Das ist ein blaues Licht, abends kurz vor der Dämmerung.</p>
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		<title>Die Ameisenkolonie von Jenny Valentine</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 19:14:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sam hat sein Zuhause und seine Familie hinter sich gelassen um in London ein neues Leben zu beginnen. Eigentlich will er nur allein sein, als er in das heruntergekommene Haus in der Georgiana Street zieht. Doch auch die anderen Bewohner des Hauses haben ihre Geschichten. Da ist Isabel, die verschrobene alte Lady mit ihrem Hund, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/die_ameisenkolonie.jpg" alt="" title="die_ameisenkolonie" width="128" height="191" class="alignleft size-full wp-image-2466" />Sam hat sein Zuhause und seine Familie hinter sich gelassen um in London ein neues Leben zu beginnen. Eigentlich will er nur allein sein, als er in das heruntergekommene Haus in der Georgiana Street zieht. Doch auch die anderen Bewohner des Hauses haben ihre Geschichten. Da ist Isabel, die verschrobene alte Lady mit ihrem Hund, der faltige Eigentümer Steve aus dem Keller, der bärtige Mick und schließlich Cherry mit ihrer zehnjährigen Tochter Bohemia.<span id="more-2465"></span><br />
Und Bohemia beschließt, Sam aus seiner Einsamkeit zu holen. Doch irgendwas scheint der stille Sam allen anderen Bewohnern des Hauses zu verschweigen.</p>
<p>Auch „Die Ameisenkolonie“ verzaubert wieder einmal mit Jenny Valentines Sprachmagie. Sie schafft es in jedem ihrer Bücher mindestens eine Passage zu schreiben, die man unterstreichen, herausreißen und sich übers Bett hängen möchte, weil sie entweder so schön, so wahr oder gar beides auf einmal ist.<br />
Sie schafft es, in all der Bitterkeit und Einsamkeit des Lebens durch ihre Geschichten immer wieder Lichtblicke zu schaffen, mit starken, ungewöhnlichen Persönlichkeiten wie der kleinen Bohemia, die in dem Buch selbst zu Wort kommt und trotz ihres unglücklichen Schicksals immer die Hoffnung behält. Jenny Valentine schafft es, sich in die Rolle einer zehnjährigen zu versetzen ohne dabei nicht authentisch oder nervend naiv zu werden. Das allein ist schon eine beeindruckende Leistung im Vergleich mit zahlreichen anderen Autoren, die dieses versucht aber nicht durchzuhalten vermocht haben.</p>
<p>Trotz allem muss man ein klein wenig Kritik ausüben. Auch wenn die Sprache und Ausdrucksweise wie immer großartig ist, lässt „Die Ameisenkolonie“ in der Handlung etwas nach. Es handelt sich dabei um keine schlechte Geschichte, aber hinterlässt sie, anders als bei Valentines anderen Werken, keine Nachwirkungen. Man schlägt das Buch zu, denkt bei sich: „Nanu, schon zu Ende? Naja, beginne ich eben das nächste Buch“ und legt es beiseite.<br />
Für mich bleibt also Jenny Valentines <a href="http://www.die-blaue-seite.de/2010/12/14/kaputte-suppe-von-jenny-valentine/">„Kaputte Suppe“</a> immer noch ihr bestes Werk.</p>
<p><em>Freya Schwachenwald</em></p>
<p><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/viersterne721.jpg" alt="" title="viersterne721" width="198" height="71" class="alignleft size-full wp-image-221" /></p>
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		<title>de Vigan, Delphine</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 19:03:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[No &#038; Ich]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2012/02/05/no-ich-von-delphine-de-vigan/"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/no-und-ich.jpg" alt="" title="no-und-ich" width="267" height="418" class="alignleft size-full wp-image-2463" /></a>No &#038; Ich</p>
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		<title>No &amp; Ich von Delphine de Vigan</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 19:01:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„Wir sind imstande Überschallflugzeuge und Raketen ins All zu schicken, einen Verbrecher anhand eines Haars oder eines winzigen Hautpartikels zu identifizieren, eine Tomate zu züchten, die im Kühlschrank drei Monate lang völlig faltenfrei bleibt, und Milliarden von Informationen auf einem Mikrochip zu speichern. Wir sind imstande, die Leute auf der Straße sterben zu lassen.“ Lou [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/no-und-ich.jpg" alt="" title="no-und-ich" width="128" height="191" class="alignleft size-full wp-image-2463" /><em>„Wir sind imstande Überschallflugzeuge und Raketen ins All zu schicken, einen Verbrecher anhand eines Haars oder eines winzigen Hautpartikels zu identifizieren, eine Tomate zu züchten, die im Kühlschrank drei Monate lang völlig faltenfrei bleibt, und Milliarden von Informationen auf einem Mikrochip zu speichern. Wir sind imstande, die Leute auf der Straße sterben zu lassen.“</em></p>
<p>Lou ist hochbegabt, sie stellt Theorien über alle Begebenheiten des Lebens auf, analysiert und kalkuliert.<span id="more-2462"></span><br />
Sie hat nicht besonders viele Freunde, unter Gleichaltrigen fühlt sie sich nicht wohl, ist unsicher.<br />
Dann lernt sie die achtzehnjährige No kennen, die auf der Straße lebt und hat plötzlich nur noch den Wunsch ihr zu helfen. Entschlossen verfolgt sie ihr Ziel, nicht bereit die scheinbar unüberbrückbaren Differenzen zwischen ihrem und Nos Leben zu akzeptieren.<br />
Lou gewinnt eine Freundin, die ihr alles abverlangt, sie jedoch andererseits als den Menschen sieht, der sie tatsächlich ist, und die Erkenntnis, dass man niemals aufhören darf, die Welt verbessern zu wollen.</p>
<p><em>„Ich sehe durchs Fenster auf den hellen Himmel. Sind wir so klein, so unendlich klein, dass wir nichts ausrichten können?“</em></p>
<p>Wenn man No &#038; ich gelesen hat, wünscht man sich, dass es mehr Menschen wie Lou gäbe. Menschen, die nicht zögern, die nicht aufgeben, die mehr sehen als viele andere und bereit sind zu helfen.<br />
Man möchte selbst zu so einem Menschen werden und begreift, dass wir auch wenn wir klein sind, so unendlich klein, immer etwas ausrichten können.<br />
No &#038; ich ist ehrlich, traurig, tragisch und schön.</p>
<p><em>Marie Bender</em></p>
<p><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/fuenfsterne72.jpg" alt="" title="fuenfsterne72" width="198" height="71" class="alignleft size-full wp-image-268" /></p>
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		<title>Smith, Jennifer E.</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 18:40:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2012/02/05/die-statistische-wahrscheinlichkeit-von-liebe-auf-den-ersten-blick-von-jennifer-e-smith/"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/wahrscheinlichkeit.jpg" alt="" title="wahrscheinlichkeit" width="99" height="157" class="alignleft size-full wp-image-2459" /></a>Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick </p>
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		<title>In 42 Tagen um die Welt</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 13:23:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In 42 Tagen um die Welt auf einer größeren Karte anzeigen In 42 Tagen um die Welt Du fährst in den Sommerferien nicht in den Urlaub? Kein Problem, die Blaue Seite hat für dich eine ganz persönliche Reise um die Welt zusammengestellt. Von London über Laos bis hin zu New York ist alles mit dabei, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://maps.google.com/maps/ms?msa=0&amp;doflg=ptm&amp;ie=UTF8&amp;msid=206818461478917910636.0004a6efc7a5ba056fcdb&amp;ll=29.53523,-6.328125&amp;spn=149.554078,298.828125&amp;t=h&amp;z=1&amp;output=embed" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="425" height="350"></iframe><br />
<small><a style="color: #0000ff; text-align: left;" href="http://maps.google.com/maps/ms?msa=0&amp;doflg=ptm&amp;ie=UTF8&amp;msid=206818461478917910636.0004a6efc7a5ba056fcdb&amp;ll=29.53523,-6.328125&amp;spn=149.554078,298.828125&amp;t=h&amp;z=1&amp;source=embed">In 42 Tagen um die Welt</a> auf einer größeren Karte anzeigen</small></p>
<p><strong>In 42 Tagen um die Welt</strong></p>
<p>Du fährst in den Sommerferien nicht in den Urlaub? Kein Problem, die Blaue Seite hat für dich eine ganz persönliche Reise um die Welt zusammengestellt. Von London über Laos bis hin zu New York ist alles mit dabei, also nutze deine 42 Tage, um dich um die Welt zu lesen!</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1302" title="wohin-du-auch-gehst-die-geschichte-einer-fast-unmglichen-liebe2" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/wohin-du-auch-gehst-die-geschichte-einer-fast-unmglichen-liebe2.jpeg" alt="" width="99" height="151" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2010/09/30/wohin-du-auch-gehst-von-benjamin-prufer/#more-1262">Wohin du auch gehst</a><br />
(Kambodscha)<br />
Auf einer Reise nach Phnom Penh (Kambodscha) lernt der junge Benjamin die Prostituierte Sreykeo kennen. Er verliebt sich in sie.<br />
Es beginnt eine neue und spannende Zeit für ihn, doch gleichzeitig entstehen auch viele Probleme.<br />
Kann eine Beziehung über solche Entfernungen bestehen?<br />
Will sie nur Geld oder liebt sie ihn wirklich?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1854" title="Der-Sommer-als-ich-schön-wurde" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Der-Sommer-als-ich-schön-wurde1.jpg" alt="" width="99" height="151" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2011/03/19/der-sommer-als-ich-schon-wurde-von-jenny-han/#more-1851">Der Sommer, als ich schön wurde</a><br />
(New England, Amerika)<br />
Jedes Jahr fährt die fünfzehnjährige Isabell, genannt Belly, mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Steven nach Cousins Beach in das Ferienhaus von Susannah, der Freundin ihrer Mutter, und ihren zwei Söhnen Conrad und Jeremiah.Die beiden Jungen könnten nicht unterschiedlicher sein. Jeremiah – offen, witzig und wie ein Bruder. Conrad – still, unerreichbar. Und doch ist Belly seit ihrer Kindheit heimlich in ihn verliebt.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1033" title="DerSpiegelderKöniginklein" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/DerSpiegelderKöniginklein.jpg" alt="" width="99" height="145" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2010/06/05/der-spiegel-der-konigin-von-nina-blazon/#more-975">Der Spiegel der Königin</a><br />
(Schweden)<br />
Es ist purer Zufall, dass sich am schwedischen Königshof des 17. Jahrhunderts eines Abends die Königin Kristina und die Küchenmagd Elin begegnen.<br />
Doch diesem Abend folgt eine lange und aufregende Freundschaft zweier junger Frauen, fast noch Mädchen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten und sich doch ähneln.</p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2009/05/07/maia-oder-als-miss-minton-ihr-korsett-in-den-amazonas-warf-von-eva-ibbotson/#more-493">Maja-oder als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf </a><br />
(Manaus, Brasilien)<br />
Da Maias Eltern bei einem Unfall ums Leben kamen, muss sie zusammen mit ihrer Gouvernante Miss Minton aufbrechen, um zu ihrem Onkel zu ziehen. Dieser lebt zusammen mit seiner Familie in Manaus, einer Stadt mitten im tropischen Regenwald Brasiliens, und ist über den Familienzuwachs nicht gerade erfreut&#8230;</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1282" title="Boston Jane2" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Boston-Jane21.jpg" alt="" width="99" height="154" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2010/09/30/boston-jane-ein-madchen-in-der-wildnis-von-jennifer-l-holm/#more-1272">Boston Jane</a><br />
(Washington, Amerika)<br />
Es ist das Jahr 1854. Die 16-jährige Jane Peck umschifft den gesamten amerikanischen Kontinent um ihren Verlobten, dem Arzt William, in die Wildnis Washingtons zu folgen.<br />
Doch als sie endlich, endlich ankommt, nach Monaten auf See, ist sie entsetzt: Die Shoalwater Bay ist eine einsame, regnerische Bucht, in der sich ein paar Pioniere niedergelassen haben.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-529" title="einewiealaskaklein" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/einewiealaskaklein.jpg" alt="" width="99" height="150" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2009/05/18/eine-wie-alaska-von-john-green/">Eine wie Alaska</a><br />
(Alabama, Amerika)<br />
Als Miles auf das Internat Culver Creek kommt, lernt er Alaska kennen. Und ein Mädchen wie sie hat er noch nie getroffen. Sie mag Lyrik, klassische Literatur, nächtliche Diskussionen über philosophische Absurditäten, heimliche Zigaretten im Wald und die wahre Liebe. Sie fasziniert ihn, verwirrt ihn, wirft ihn in Abgründe, neckt ihn und lacht. Langsam aber sicher scheint sich eine Liebesgeschichte zu entwickeln, leise und zart.<br />
Doch dann kommt plötzlich alles anders..</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-526" title="furjedelosungeinproblemklein" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/furjedelosungeinproblemklein.jpg" alt="" width="99" height="150" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2009/05/18/fur-jede-losung-ein-problem-von-kerstin-gier/#more-517">Für jede Lösung ein Problem </a><br />
(Köln, Deutschland)<br />
Gerri, Sternzeichen Jungfrau, will sich das Leben nehmen, weil einfach nichts so läuft, wie sie sich das vorgestellt hat. Akribisch plant sie ihren Selbstmord und schreibt Briefe an ihre Familie, Freunde und Bekannte, in denen sie ihnen unter anderem sagt, was sie wirklich über sie denkt. Kurz vor ihrem Selbstmord verschickt sie diese Briefe. Dummerweise läuft nicht alles nach Plan und der Selbstmordversuch scheitert.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1516" title="nick&amp;norahklein" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/nicknorahklein.jpg" alt="" width="99" height="145" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2010/07/04/nick-norah-%E2%80%93-soundtrack-einer-nacht-von-rachel-cohn-und-david-levithan/">Nick&amp;Norah-Soundtrack einer Nacht</a><br />
(New York, Amerika)<br />
Nick liebt Musik und ist Songschreiber und Bassist in einer Band.<br />
Norah liebt Musik und ist Tochter eines erfolgreichen Musikproduzenten.<br />
Beide begegnen sich das erste Mal in einem Club, in dem Nicks Band mit dem neuen Namen auftritt.<br />
Alles beginnt mit einem Kuss aus purer Verzweiflung.<br />
Und ist erst der Anfang einer unvergesslichen Nacht in den Straßen und Clubs von New York City.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-812" title="Arkadienerwachtklein" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Arkadienerwachtklein.jpg" alt="" width="99" height="146" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2010/01/10/arkadien-erwacht-von-kai-meyer/">Arkadien erwacht</a><br />
(Sizilien, Italien)<br />
Sizilien. Dort will Rosa einen neuen Anfang wagen. Doch das ist nicht ganz einfach, wenn die Familie seit Generationen der Mafia angehört und sie sich dummerweise auch noch in Alessandro, den Nachfolger des verfeindeten Clans verliebt. Ihre Schwester und ihre Tante sind davon nicht wirklich begeistert, und schnell merkt Rosa, dass das Leben zwischen Mafiosi nicht ganz ungefährlich ist..</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-486" title="rubinrotklein" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/rubinrotklein.jpg" alt="" width="99" height="142" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2009/05/04/rubinrot-liebe-geht-durch-alle-zeiten-von-kerstin-gier/">Rubinrot</a><br />
(London, England)<br />
Es geht um das Mädchen Gwendolyn, das ein ganz normales Leben führt, obwohl sich in ihrer Familie von Generation zu Generation ein mysteriöses Zeitreise-Gen vererbt.<br />
Gwendolyns Cousine Charlotte sollte eigentlich diese besondere Gabe erhalten. Doch die Symptome, die ankündigen, dass der Genträger in der Zeit herumreisen kann, treten wider Erwarten bei Gwendolyn auf&#8230;</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-923" title="Hongkongklein" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Hongkongklein.jpg" alt="" width="99" height="162" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2010/05/13/hongkong-von-arne-sommer/">Hongkong</a><br />
(Hongkong, China)<br />
Es geht um einen Jungen namens Jesper, der auf seiner Reise nach Neuseeland einen ungewollte Zwischenstopp in Hongkong machen muss und sich dort auf die Jagd nach seinem gestohlen iPod macht. Während dieser ereignisreichen Nacht lernt er, was es heißt, in ständiger Angst zu leben, an der Grenze zur Armut und alleine in einer großen Stadt wie Hongkong seinen Weg zu finden …</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1799" title="ichwünschteichkönntedichhassen2" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/ichwünschteichkönntedichhassen2.jpg" alt="" width="99" height="149" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2011/02/25/ich-wunschte-ich-konnte-dich-hassen-von-lucy-christopher/">Ich wünschte, ich könnte dich hassen</a><br />
(Australien)<br />
Am Flughafen in Bangkok trifft Gemma Ty zum ersten Mal. Sie treffen sich, trinken gemeinsam einen Kaffee, und alles könnte ganz normal sein. Doch Ty mischt unbemerkt Drogen in Gemmas Kaffee und entführt sie..- bis in die Mitte Australiens.Wüste, roter Sand, keine Fluchtmöglichkeit. Verängstigt, panisch und verzweifelt versucht Gemma mehrmals zu fliehen, doch jedes Mal scheitert sie an der unbarmherzigen Natur.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-772" title="DieTeeprinzessinklein" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/DieTeeprinzessinklein.jpg" alt="" width="99" height="157" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2009/12/07/die-teeprinzessin-von-hilke-rosenboom/#more-743">Die Teeprinzessin</a><br />
(Darjeeling, Indien)<br />
Betty ist 15 und hat ein ganz besonderes Talent. Sie kann die feinsten Gerüche wahrnehmen.<br />
Eines Tages begegnet sie einem mysteriösen Fremden, der Geschäfte mit dem Teekontor macht, ihrem absoluten Lieblingsort. Eine schicksalhafte Begegnung, die nicht die letzte bleiben soll. Denn sie ist der Beginn einer lange Reise, die in Hamburg beginnt und bis nach Indien führt, begleitet von den vielfältigen Gerüchen der Welt.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-502" title="carpediemklein" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/carpediemklein.jpg" alt="" width="99" height="145" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2009/05/06/carpe-diem-von-autumn-cornwell/">Carpe Diem</a><br />
(Singapur)<br />
Vassar ist ein sechzehn-jähriges Mädchen, dass ihr Leben schon von vorne bis hinten durchgeplant hat. Doch ein Brief ihrer Grandma Gerd, der sie noch nie begegnet ist, bringt alles durcheinander. Denn er enthält ein Hin- und Rückflugticket nach Singapur. Vassar soll gemeinsam mit ihrer durchgeknallten, künstlerisch tätigen Großmutter durch Südostasien reisen!</p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2009/06/14/tochter-des-nils-von-eloise-jarvis-mcgraw/"><br />
Die Tochter des Nils</a><br />
(Kairo)<br />
Die Geschichte spielt im Ägypten der 18. Dynastie. Das Sklavenmädchen Mara, das von ihrem Meister stets schlecht behandelt wurde, bekommt einen Auftrag von einem neuen Meister. Sie soll eine Spionin sein! Der Auftrag birgt Gefahren für ihr Leben, doch sie nimmt trotzdem an. Für eine Chance auf Freiheit würde sie alles tun. Und warum sollte sie sich dabei um andere kümmern? Es hat sich ja auch nie jemand um sie gekümmert.</p>
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		<title>Die Rebellion der Maddie Freeman von Katie Kacvinsky</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 21:30:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Das Leben ist zu kurz, um vielleicht zu sagen.&#8221; Das Leben der Menschen findet im Jahre 2060 nur noch online statt. Schule, Freizeitaktivitäten sogar Verabredungen werden im Internet, in sozialen Netzwerken, ausgeführt und die Menschen gehen selten noch aus dem Haus. Die 17-jährige Maddie wächst in den USA scheinbar in sehr guten Verhältnissen auf, da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/maddi1.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/maddi1.jpg" alt="" title="maddi" width="129" height="192" class="alignleft size-full wp-image-2449" /></a><strong><em>&#8220;Das Leben ist zu kurz, um vielleicht zu sagen.&#8221;</em></strong></p>
<p>Das Leben der Menschen findet im Jahre 2060 nur noch online statt. Schule, Freizeitaktivitäten sogar Verabredungen werden im Internet, in sozialen Netzwerken, ausgeführt und die Menschen gehen selten noch aus dem Haus.<br />
Die 17-jährige Maddie wächst in den USA scheinbar in sehr guten Verhältnissen auf, da ihr Vater Gründer der &#8220;Digital School&#8221; ist. Sie führt ein beschauliches Leben, aber Maddie hat eine rebellische Ader. Als sie mit 15 die Daten vom Computer ihres Vaters an Rebellen verkauft, schwebt ihre Familie in Gefahr, <span id="more-2446"></span>doch Maddie kommt nochmal mit Hausarrest davon. Daraufhin beginnt ihr Vater die totale Kontrolle über alle ihre Aktivitäten zu übernehmen, sie zu überwachen und liest sogar ihre persönlichsten  Aufzeichnungen.<br />
Nachdem sie Justin kennenlernt, verändert sich alles. Er ist ein Rebell und kämpft gegen das Regime ihre Vaters, denn für ihn ist nur das Leben offline das wahre Leben. Er wehrt sich gegen die Welt der Anynomisierung und lässt Maddie eine völlig neue Welt kennenlernen. Die wirkliche Welt außerhalb ihres Computers.<br />
<em><br />
<strong><br />
&#8220;Wissen ist manchmal schmerzhaft, weil man sich nicht länger abwenden kann, auch wenn man sich lieber blind stellen würde. Schließlich ist es viel einfacher etwas zu ignorieren, mit dem man sich nicht beschäftigen will, als sich damit auseinanderzusetzen.&#8221;</em></strong></p>
<p>Das Leben in der Zukunft mit schlechtem Ausgang, eine Dystopie, habe ich in letzter Zeit häufiger gelesen, doch die Rebellion der Maddie Freeman sticht unter den anderen Büchern besonders wegen des brisanten Themas- Leben im sozialen Netzwerk- und der damit verbundenen Wirklichkeitsnähe sehr heraus. Die Menschen gehen nicht mehr aus dem Haus, bekommen sogar ihr exakt abgestimmtes Essen nach Hause geliefert, Bäume gibt es nicht mehr und die Tierwelt ist größtenteils ausgerottet. Ist es glaubhaft, dass die Gesellschaft sich in diese Richtung entwickelt?<br />
Meiner Meinung nach schon und gerade deswegen fand ich es besonders spannend wie die Autorin diese Idee umgesetzt hat.<br />
Dass Maddie, die als &#8220;Kronprinzessin der Digital School&#8221; lebt, später in einen Interessenkonflikt zwischen Familie und Freund, zwischen Kontrolle und Freiheit, zwischen Wahrheit und Illusion gerät, ist natürlich vorprogrammiert und mitreißend brisant. Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Justin und Maddie entwickelt, ist dabei aber nicht das Hauptthema, sondern setzt einen gewissen Akzent auf das, was das Buch ausmacht.<br />
Was mich ein wenig gestört hat, ist dass die beiden Charaktere wieder eine schon aus anderen Büchern bekannte Beziehung zueinander haben. Sie ist naiv, er selbstbewusst. Aber auch diese beiden Charakterzüge werden im Laufe des Buches größtenteils widerlegt.</p>
<p><strong>Schockierend. Packend. Realitätsnah.</strong></p>
<p><strong><em>&#8220;Dabei ist der Sinn des Lebens doch, Momente wie diesen zu erfahren&#8221;, sagte er und hielt seine geöffneten Hände dem Sonnenuntergang entgegen, als könnte er ihn damit festhalten.&#8221; </em></strong><br />
<em></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=R16ZsBtN420">Hier</a> gelangt ihr zum offiziellen Buchtrailer von &#8220;Die Rebellion der Maddie Freeman&#8221;.</p>
<p>Fee-Rose Strohschehn</em></p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/fuenfsterne721.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/fuenfsterne721-150x71.jpg" alt="" title="fuenfsterne72" width="150" height="71" class="alignleft size-thumbnail wp-image-803" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Interview mit Anna Kuschnarowa</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 16:09:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Fee-Rose Strohschehn und Bona-Katharina Dommert interviewten Anna Kuschnarowa u.a. über ihren neusten Jugendroman &#8220;Junkgirl&#8221; am 13. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse. 1. Du hast vor &#8220;Junkgirl&#8221; zwei Bücher zum Thema Rechtsextremismus geschrieben. Wieso hast du dich jetzt dem Thema Drogen gewidmet? Ich finde, dass das Thema Drogen ein sehr faszinierendes Thema ist und es hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa-21.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa-21-200x300.jpg" alt="" title="Anna Kuschnarowa 2" width="200" height="300" class="alignright size-medium wp-image-2434" /></a><em>Fee-Rose Strohschehn und Bona-Katharina Dommert interviewten Anna Kuschnarowa u.a. über ihren neusten Jugendroman &#8220;<a href="http://www.die-blaue-seite.de/2011/11/14/junkgirl-von-anna-kuschnarowa/#more-2277">Junkgirl</a>&#8221; am 13. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse.</em> </p>
<p><strong>1. Du hast vor &#8220;Junkgirl&#8221; zwei Bücher zum Thema Rechtsextremismus geschrieben. Wieso hast du dich jetzt dem Thema Drogen gewidmet?  </strong></p>
<p>Ich finde, dass das Thema Drogen ein sehr faszinierendes Thema ist und es hat schon immer  einen sehr großen Reiz auf mich ausgeübt. Ich kann es nachvollziehen, warum Menschen Drogen nehmen, aber natürlich geht von Drogen auch eine ziemlich große Gefahr aus. Ich habe Kontakte zu Leuten, die Drogen genommen haben und arbeite gelegentlich auch in einem Wohnheim, in dem Menschen die substanzabhängig waren wieder resozialisiert werden sollen. Dort habe ich viele Eindrücke gesammelt und ich wollte für die Menschen, die nicht drogenabhängig sind, dieses Suchtgefühl nachstellen, weil es auch viele Leute gibt, die denken: Das kann mir nie passieren! Die Junkies sind doch<span id="more-2421"></span> selber schuld.<br />
Aber ich glaube, dass in bestimmten Situationen im Leben jeder einer Sucht verfallen kann. Vielleicht nicht unbedingt Heroin, aber es gibt ja ganz verschiedene Süchte, die man entwickeln kann von Alkoholismus über harte Drogensucht bis zum Workaholiismus. Ich wollte einfach das krasse Suchtgefühl nachzeichnen.  </p>
<p><strong>2. Das Buch erinnert an &#8220;Wir Kinder vom Bahnhof Zoo&#8221; und &#8220;Fragt mal Alice&#8221;, aber &#8220;Junkgirl&#8221; spielt zur heutigen Zeit. Hat sich deiner Meinung nach, die Drogenszene in den ganzen Jahren überhaupt nicht verändert?  </strong></p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa-10.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa-10-300x295.jpg" alt="" title="Anna Kuschnarowa 10" width="300" height="295" class="alignleft size-medium wp-image-2435" /></a><br />
Doch, ich denke schon. Natürlich sind neue Substanzen dazugekommen. Und der Trend geht mehr in Richtung Leistungsdrogen wie Kokain und Amphetaminen. Nach Schätzungen der Drogenbeauftragten konsumieren in Deutschland aber immer noch zwischen 100.000 und  200.000 Menschen Heroin und jährlich sterben etwa 1000 Menschen daran. Damit bleibt Heroin ein konstantes Problem. Hinzu kommt, dass es seit einem halben Jahr auch in Deutschland Krok gibt. Als ich „Junkgirl“ geschrieben habe, kannte ich das auch noch nicht, aber das Buch ist ja auch schon länger als ein halbes Jahr fertig. Krok wird gerne als Heroin verkauft, weil es billiger herzustellen ist. Es kommt aus Russland und es heißt so, weil man eine ganz gruselige krokodilartige Haut davon bekommt. Die Käufer wissen oft gar nicht, was sie da erwerben und denken, es handelt sich um Heroin. Aber Krok ist noch viel gefährlicher, weil das Gewebe um die Einstichstellen abstirbt und der Körper sich von innen zersetzt, sodass häufig Amputationen die Folge sind. Die Einnahme von Krok über einen längeren Zeitraum endet meistens tödlich.<br />
Aber obwohl sich die Drogenszene verändert, bleibt die Zahl der Drogentoten doch relativ konstant und auch bestimmte Mechanismen bleiben wie etwa das Abhängigkeitssyndrom. Sucht ist und bleibt Sucht. Und wenn man einer Substanz verfällt, die unglaublich teuer ist und man immer mehr und mehr braucht, wie das bei Heroin der Fall ist und man auch noch minderjährig ist und wenig Möglichkeiten hat, sich legal Geld zu verdienen und der Konsum dann ein gewisses Maß erreicht hat, führt es wirklich direkt in die Beschaffungskriminalität und oft eben auch auf den Strich. Denn wo soll ein/e Minderjährige/r auch sonst so viel Geld verdienen, um seinen/ihren Konsum zu decken? Das ändert sich eben nicht und wohnt sozusagen dieser Ausgangssituation inne. <a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa-4.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa-4-200x300.jpg" alt="" title="Anna Kuschnarowa 4" width="200" height="300" class="alignright size-medium wp-image-2436" /></a><br />
Und das ist eben auch das, was besonders an &#8220;Wir Kinder vom Bahnhof Zoo&#8221; erinnert.<br />
Allerdings ist „Wir Kinder vom Bahnhofzoo“ aus den 80ern und ein Erfahrungsbericht, kein Roman.<br />
Mein Buch sollte in der heutigen Zeit spielen. Der Schauplatz ist zwar auch Berlin, aber auch innerhalb von Berlin hat sich die Drogenszene verschoben. Früher war es eher Bahnhof Zoo, jetzt hat es sich mehr an das Kottbusser Tor verlagert. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo ist zwar trotzdem noch aktuell, aber ich weiß nicht, wie es euch geht, wenn ihr das lest, ob es auch noch so unmittelbar ist oder ob das schon die historische Distanz hat, wo man sagt: „Ja, naja, das war halt in den 80ern&#8230;Lange ist’s her.“<br />
Im Übrigen sind Drogen kein Unterschichtsproblem wie viele denken. Ich kenne auch einen Haufen Leute, die aus sehr stabilen Verhältnissen stammen  so wie ich (zum Glück habe ich das aber nicht selber erlebt), und die behütet aufgewachsen sind und deren Eltern genügend Geld hatten und die haben aber trotzdem Drogen genommen, weil es sie eben einfach gereizt hat oder aus Kummer und irgendwann steckten die dann halt bis zum Hals da drin. Dieses Unterschichts-Vorurteil wollte ich abbauen. Eine Rezension fand ich recht amüsant, in der sich der Rezensent darüber mokierte,  dass Drogen ein Unterschichtsproblem seien und die „Unterschicht“ das Buch ja eh nicht lesen würde. Nach dem Motto: Drogenabhängige lesen nicht und die „Unterschicht“ kann auch gar nicht lesen. Ich fand diesen Kommentar ziemlich snobistisch und er  zeugt nur von völliger Unkenntnis der Sachlage. Jeder kann süchtig nach irgendetwas werden.<br />
<strong><br />
3. Hast du zu &#8220;Junkgirl&#8221; viel Recherche betreiben müssen?  </strong></p>
<p>Auf jeden Fall. Auch wenn ich ein paar Leute kenne, die schon stärkere Substanzen genommen haben, musste ich in ganz vielen Fachbüchern nachlesen und Leute befragen. Und eben auch nachgucken, was es überhaupt für Romane über Drogen gibt. Und was mich bei den meisten Romanen gestört hat, war,  dass sie aus so einer seltsam distanzierten Perspektive in der dritten Person geschrieben waren. Jemand kennt jemanden, der irgendwie Drogen genommen hat und beschreibt nun mit moralisch erhobenem Zeigefinger aus der Ferne wie dieser Mensch verfällt. Welchen Reiz und welche Verlockungen Drogen aber auch ausmachen und wie hoch andererseits wirklich der Preis für diese Erfahrung ist, hat sich für mich in diesen Büchern nicht dargestellt.</p>
<p><strong>4.Gibt es die Schauplätze der Geschichte wirklich?  </strong></p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa11.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa11-200x300.jpg" alt="" title="Anna Kuschnarowa11" width="200" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-2437" /></a>Die alte Fabrik gibt es wirklich. Die ist aber in Leipzig. Das war auch ein Bestandteil der Recherche, solche Orte aufzusuchen und zu fotografieren. In Leipzig ist das Thema Drogen auch ein relativ großes Problem, aber ich fand Berlin als Schauplatz noch interessanter. Außerdem ist Berlin mit Abstand noch immer die deutsche „Drogenhauptstadt“. Und da ich auch Fotografin bin, bin ich auch in ganz vielen Fabriken herumgekraucht und habe Fotos gemacht und wollte da einfach an Ort und Stelle diese Schauplätze in mich aufsaugen. Ein Raum in einer Fabrik hat mich besonders berührt. Da stand ein riesiges verschnörkeltes Doppelbett mit einem Baldachin aus verkeimten Tüchern und davor zwei Bierkästen als Nachtkästchen und auch sonst hatte sich jemand sehr viel Mühe gegeben, sich diesen Ort irgendwie wohnlich zu gestalten. Ich habe das natürlich gleich fotografiert, hatte aber auch ein komisches Gefühl dabei, denn ich war ja in eine fremde Privatsphäre eingedrungen. Diese Szene, bzw. diese Szenerie habe ich auch sofort im Buch verwurschtelt, weil ich das auf seltsame Weise schön und poetisch fand, auch wenn da ganz viele Spritzen und ein zerrissenes Schreiben vom Arbeitsamt herumlagen. Den schwingenden Baumstamm gab es dort übrigens auch. Der war als Schaukel aufgehängt und von dort gab es diesen weiten Blick in die zerstörte Umgebung.  </p>
<p><strong>5. Namen sind für Autoren und Leser sehr wichtig. Wie hast du die Namen ausgesucht?  </strong></p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa9.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa9-200x300.jpg" alt="" title="Anna Kuschnarowa9" width="200" height="300" class="alignright size-medium wp-image-2438" /></a>Ich hatte von Anfang an mit dem Gedanken gespielt, &#8220;Alice im Wunderland&#8221; leitmotivisch mit einzubauen und deshalb bin ich auch auf den Namen Alissa gekommen. Ich wollte nicht, dass sie Alice heißt, sondern, dass sie eine Alice wird. Alice im Wunderland bricht ja auch in eine ganz neue, faszinierende, vielleicht auch verstörende Welt auf und deshalb habe ich einen Namen gesucht, der mir gefällt und der so ähnlich wie Alice klingt, aber doch anders ist.<br />
Bei den anderen Namen ist es schwer zu erklären, wie ich darauf gekommen bin.  Das war mehr so eine Gefühlssache. Ich muss mich in die Namen hineinfühlen und dann denken, die Figur muss soundso sein und soundso aussehen.<br />
Leander zum Beispiel finde ich einen ganz tollen Namen, der relativ selten ist und hochsprachlich wirkt. Da dachte ich, Leander passt total gut zu einem Typen, der sich hinter seinem Zynismus verbirgt, aber eigentlich ein ganz lieber Kerl ist und mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat.<br />
Bei Tara gefällt mir einfach der Klang und gleichzeitig gab es bei Nightwish mal eine Sängerin, die hieß Tara. Die fand ich ganz toll.<br />
Den Namen Pia finde ich eigentlich total blöd. Und das war dann schon eine bewusstere Entscheidung, da es „die Gläubige“ heißt und mir die Figur Pia mit all ihrem Bravsein auch nicht übermäßig sympathisch ist.<br />
Aber manchmal spielt es auch eine Rolle, was für Leute man mit dem Namen kennt und was man damit verbindet. Teils ist es eben bewusst und teils auch eine emotionale und eher unbewusste Sache.  </p>
<p><strong>6. Stand die Liebesbeziehung zwischen Alissa und Tara von Anfang an fest und warum hast du dich ausgerechnet für Homosexualität entschieden?  </strong></p>
<p>Ich wollte in gewisser Weise provozieren. In den meisten Drogenbüchern gibt es meistens einen Jungen, der Drogen nimmt und das Mädchen, seine Freundin, mit reinzieht. Es stand für mich von Anfang an fest, Homosexualität eben mal nicht als Problem zu thematisieren, sondern als ganz normale Gegebenheit. Natürlich hätten Alissas Eltern mit ihrer Sexualität ein Problem gehabt, wenn sie es denn gewusst hätten. Aber für mich ist es völlig egal, ob sich nun Mann und Frau, zwei Frauen oder zwei Männer lieben. Jede Form ist ganz normal und jeder und jede sollte das so machen wie er oder sie will. Ich finde es schlimm, dass in beinahe jedem Buch, in dem es um Homosexualität geht, es immer ein riesiges Problem ist und ich glaube, dass, wenn man alles problematisiert, Probleme oft auch erst entstehen. Wenn man eine homoerotische Neigung hat und dann lauter Problembücher darüber gelesen hat, dann muss  man ja auch fast Angst vor einem Coming- Out bekommen. Von daher fand ich es auch lustig, dass das Buch in manchen Rezensionen als Coming- Out- Roman gefeiert wurde.</p>
<p><strong>7. Was erhoffst du dir mit deinen Büchern zu erreichen?  </strong></p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa-5.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa-5-300x270.jpg" alt="" title="Anna Kuschnarowa 5" width="300" height="270" class="alignleft size-medium wp-image-2439" /></a>Mich würde es freuen, wenn ein gewisses Verständnis dafür einträte, warum Leute Drogen nehmen. Viele erschrecken ja auch, wenn ein Junkie kommt, was  zu einem gewissen Grad auch nachvollziehbar ist. Aber viele Leute sind dann auch ganz reserviert und denken: „Der Idiot ist doch selber schuld“ und „Das hat er jetzt davon“. Meine tiefe Überzeugung ist, dass jeder Mensch in bestimmten Situationen einer Sucht verfallen kann. Ich bin auch Raucherin und einen Kaffee brauche ich auch (lacht). Es würde mich freuen, wenn die Selbstgerechtigkeit mancher Leute dadurch beschnitten würde, indem sie sehen, dass es diese Situationen gibt und es im Leben eben immer wieder Verstrickungen und Probleme gibt, ohne dass immer jemand „schuld“ sein muss.<br />
Natürlich ist Alissa von niemandem gezwungen worden, Drogen zu nehmen, aber in der Situation, in der sie war, wollte sie unbedingt zu dieser Szene dazugehören, und das ging nur, indem sie das geteilt hat, was alle gemacht haben. Natürlich hätte sie sich auch anders entscheiden können, aber wer entscheidet sich schon immer richtig im Leben?</p>
<p><strong>8. Würdest du dich eher mit Tara oder Alissa vergleichen?  </strong></p>
<p>1 zu 1 ähnele ich weder Tara noch Alissa. Es gibt sowohl bei Tara als auch bei Alissa einzelne Eigenschaften, die ich auch habe. Als Jugendliche war ich zum Beispiel auch total experimentierwütig, eher in Richtung Tara. Aber ich habe auch Alissa- Eigenschaften. Man kann sich natürlich schlecht von sich selber völlig abkoppeln. Oft verteilt man dann Eigenschaften, die man selber hat oder die einem zumindest vertraut sind, auf verschiedene Figuren. Es können auch Eigenschaften von Freunden sein. Autoren klauen ständig irgendetwas aus dem Leben.  </p>
<p><strong>9. Alissa ist sehr streng gläubig aufgewachsen. Was oder wie viel bedeutet Religion dir? </strong></p>
<p>Die Aussage wird jetzt sehr ketzerisch. Nichts! (lacht) Ich war früher mal katholisch und komme auch aus einem katholischen Elternhaus. Ich will nicht zum Ausdruck bringen, dass ich Religion grundsätzlich für schädlich halte. Wenn Menschen glauben wollen, ist das okay und dann sollen sie das tun und das sollte auch jeder respektieren. Das ist auch eine Errungenschaft unserer westlichen Kultur, dass Religionsfreiheit besteht und das ist auch gut so. <a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa-7.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Anna-Kuschnarowa-7-300x200.jpg" alt="" title="Anna Kuschnarowa 7" width="300" height="200" class="alignright size-medium wp-image-2440" /></a>Aber ich finde, dass die eigene Religion nur bis zur Grenze des anderen gehen darf. Damit meine ich, dass Religion ins Privatleben gehört und niemand versuchen sollte, einen anderen zu missionieren oder Politik und Religion miteinander zu vermischen. Leider sehe ich da im Moment so eine Tendenz, dass immer mehr Freikirchen mit ganz reaktionären Ansichten  sich breitmachen und beispielsweise die Evolution anzweifeln. Das finde ich wirklich ziemlich bedenklich.</p>
<p><strong>10. Konntest du dir schon als Jugendliche vorstellen, mal Fotografin und Autorin zu werden?  </strong></p>
<p>Ja, ich hatte es gehofft (lacht), auch wenn ich erst was ganz anderes studiert habe, nämlich Ägyptologie. Aber seit ich das Alphabet konnte, habe ich atemberaubend seltsame Geschichten geschrieben. In denen spielten z.B. ein Hahn und die Kirche, ich war also vielleicht doch geprägt (lacht), und eine Hexe eine wichtige Rolle. Und als Teenie war ich auch in einem Schreibzirkel, der den bedeutungsschwangeren Namen: &#8220;Der Club der lebenden Dichter&#8221; hatte, das war kurz nachdem &#8220;der Club der toten Dichter&#8221; rauskam und da habe ich mir eingebildet: Irgendwann werde ich Autorin.  </p>
<p><strong>11. Gibt es Personen, die dich beim Schreiben inspirieren?  </strong></p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/c-Daria-Hartmann-www.die-blaue-seite.de-893.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/c-Daria-Hartmann-www.die-blaue-seite.de-893-300x200.jpg" alt="" title="(c) Daria Hartmann, www.die-blaue-seite.de 893" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-2441" /></a>Ja, Chuck Palahniuk. Ein Autor, der eher so groteske, punkige und zivilisationskritische Sachen schreibt. Ich bin auf ihn gestoßen, als ich den Film &#8220;Fight Club&#8221; gesehen habe., Ich wollte wissen, ob es dazu eine Romanvorlage gibt und nachdem ich diese gefunden hatte, habe ich alles von ihm gelesen. Und fast alles fand ich unglaublich genial und manchmal bin ich total geknickt, weil ich denke: So gut schreibst du nie.   </p>
<p><strong>12. Auf deiner Internetseite gibt es Gedichte. Könntest du dir vorstellen wie Ellen Hopkins, die Autorin von Crank, mal einen Roman als Verse novel, also in Gedichtsform zu schreiben?  </strong></p>
<p>Ich würde vielleicht mal bei einer Kurzgeschichte anfangen. Als Teenager hatte ich mal eine neue Textgattung erfunden, als ich zu faul war, zu reimen und deshalb habe ich das kritisch lyrische Texte genannt. (lacht) Das waren schon längere Texte, die lyrisch verdichtet waren, aber heute finde ich sie ganz schrecklich unfreiwillig komisch.<br />
Aber einen ganzen Roman in gebundener Sprache?. Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Mein Problem wäre dabei wahrscheinlich, dass ich nicht so schrecklich ausdauernd bin. Ich werde mal drüber nachdenken, aber die Prognose ist nicht so günstig. Wie gesagt, mangelnde Ausdauer.<br />
Aber „Crank“ habe ich auch gelesen und fand es toll.  </p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/c-Daria-Hartmann-www.die-blaue-seite.de-902.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/c-Daria-Hartmann-www.die-blaue-seite.de-902-150x150.jpg" alt="" title="(c) Daria Hartmann, www.die-blaue-seite.de 902" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-2444" /></a><strong>13. Können wir noch weitere Bücher erwarten?  </strong></p>
<p>Ja, im Moment gibt es rege Verhandlungen, was das nächste Buch betrifft, aber ich darf natürlich noch nicht verraten, worum es geht. Ganz neues Thema, diesmal einen Jungen als Helden. Nur soviel: Es wird wahrscheinlich unter anderem nach Afrika gehen.<br />
<strong>14. Wie oft liest du Bücher, die dir sehr gut gefallen?  </strong></p>
<p>Meine Kinderbücher &#8220;Die Brüder Löwenherz&#8221; habe ich bestimmt 15-mal gelesen. (lacht) Alle 2 Jahre habe ich das Bedürfnis &#8220;Die Brüder Löwenherz&#8221; und &#8220;Ronja&#8221; oder &#8220;Pipi Langstrumpf&#8221; zu lesen.   </p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/c-Daria-Hartmann-www.die-blaue-seite.de-897.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/c-Daria-Hartmann-www.die-blaue-seite.de-897-150x150.jpg" alt="" title="(c) Daria Hartmann, www.die-blaue-seite.de 897" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2443" /></a><strong>15. In wie vielen Ländern bist du schon gewesen?  </strong></p>
<p>Ich glaub in vielen (lacht). Am meisten hat mich Indien beeindruckt und Kaschmir (lacht).  </p>
<p><strong>16. Beschreibe dich selbst in 4 Worten  </strong></p>
<p>verrückt, wissbegierig, neugierig, experimentierwütig  </p>
<p><strong>17. Auf was achtest du zuerst bei anderen Menschen?</strong></p>
<p>Auf die Augen.</p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/c-Daria-Hartmann-www.die-blaue-seite.de-921.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/c-Daria-Hartmann-www.die-blaue-seite.de-921-150x150.jpg" alt="" title="(c) Daria Hartmann, www.die-blaue-seite.de 921" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-2445" /></a><strong>18. Das peinlichste was mir je passiert ist, war&#8230;  </strong></p>
<p>&#8230;als ich bei einer Autogrammstunde, aber nicht bei meiner eigenen, auf das Ende eines Vorhangs getreten bin, der dann auf die versammelte Mannschaft gefallen ist. Verletzt wurde aber niemand. Es waren nur alle ziemlich irritiert. Da war ich 13, aber es ist mir heute noch peinlich. (lacht)<br />
<strong><br />
19. Was assoziierst du mit einer blauen Seite?  </strong></p>
<p>Information, es erinnert mich an Zeitung. Und blau ist ja eine klassische Dichterfarbe. Der Himmel ist blau. Freiheit, Weite, Kunst und klares Denken.</p>
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		<title>Glattauer, Daniel</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 17:13:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gut gegen Nordwind]]></description>
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		<title>Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 17:10:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte Emmi nur ihr Abo der Zeitung „Like“ kündigen, doch stattdessen landet ihre Email bei Leo Leike. Durch diesen einen kleinen Tippfehler von Emmi entwickelt sich ein Emailkontakt, der, je länger die beiden schreiben, immer wichtiger für sie wird. Denn da die beiden sich nicht kennen werden die Gespräche, die erst nur übers alltägliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/gut_gegen_nordwind.jpg" alt="" title="gut_gegen_nordwind" width="128" height="192" class="alignleft size-full wp-image-2430" />Eigentlich wollte Emmi nur ihr Abo der Zeitung „Like“ kündigen, doch stattdessen landet ihre Email bei Leo Leike.<br />
Durch diesen einen kleinen Tippfehler von Emmi entwickelt sich ein Emailkontakt, der, je länger die beiden schreiben, immer wichtiger für sie wird.<br />
Denn da die beiden sich nicht kennen werden die Gespräche, die erst nur übers alltägliche Geführt werden, immer intensiver.<br />
Und die beiden lernen sich immer mehr kennen, doch wie kann eine Beziehung bestehen, die nur auf Emails basiert?<span id="more-2429"></span></p>
<p>Der Emailroman ist mit unglaublich viel (teilweise auch verstecktem) Humor geschrieben. Am Anfang wirkt das Buch oberflächlich durch die Emails, doch je weiter man liest desto tiefer geht die Geschichte und behandelt sogar indirekt kritische Themen.<br />
Auch entwickelt man beim Lesen den Wunsch, dass die beiden zueinander finden, und das obwohl Emmi glücklich verheiratet ist. Und dies ist eine ganz schreckliche Zwickmühe, sowohl für Emmi als auch für den Leser. Die Verbindung der beiden zieht einen in den Bann und lässt einen nicht mehr los.<br />
Es ist wie eine Art „Sucht“ immer neue Emails öffnen und lesen zu wollen.<br />
In gewisser Weise ist das Ende genial. Denn wenn man nicht wüsste, dass es einen zweiten Teil gibt, ist das Ende einfach nur beschissen und zerstört einem das gute Gefühl, das man beim Lesen hatte.</p>
<p><em>Paula Kober und Lina-Marie Ostertag</em></p>
<p><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/viersterne72.jpg" alt="" title="viersterne72" width="198" height="71" class="alignleft size-full wp-image-219" /> </p>
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