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		<title>Werlin, Nancy</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 14:20:15 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Autoren von A - Z]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Fluch von Scarborough Fair]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2012/05/18/der-fluch-von-scarborough-fair-von-nancy-werlin/"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Der-Fluch-von-Scarborough-Fair.jpg" alt="" title="Der Fluch von Scarborough Fair" width="99" height="151" class="alignleft size-full wp-image-2611" /></a>Der Fluch von Scarborough Fair</p>
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		<title>Der Fluch von Scarborough Fair von Nancy Werlin</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 14:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher von A-Z]]></category>
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		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Genres]]></category>
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		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Lucys Familie liegt seit vielen Jahren ein schrecklicher Fluch. Jede Frau aus ihrer Familie wird mit achtzehn schwanger und verfällt nach der Geburt des Kindes dem Wahnsinn. Alle Informationen, die sie über den Fluch hat, stammen aus dem Tagebuch ihrer Mutter und einer Ballade über die Scarborough-Frauen, die immer von der Mutter an die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Der-Fluch-von-Scarborough-Fair.jpg" alt="" title="Der Fluch von Scarborough Fair" width="128" height="199" class="alignleft size-full wp-image-2611" />Auf Lucys Familie liegt seit vielen Jahren ein schrecklicher Fluch. Jede Frau aus ihrer Familie wird mit achtzehn schwanger und verfällt nach der Geburt des Kindes dem Wahnsinn. Alle Informationen, die sie über den Fluch hat, stammen aus dem Tagebuch ihrer Mutter und einer Ballade über die Scarborough-Frauen, die immer von der Mutter an die Tochter weitergegeben wird:</p>
<p><em>Gehst du zum Markt nach Scarborough?<br />
Petersilie, Salbei, Thymian und Rosmarein.<br />
Grüß mir eine, die dort wohnt.<br />
Sie soll meine wahre Liebe sein.<span id="more-2610"></span></p>
<p>Sag ihr, sie wird auf Gänsedaunen ruhn.<br />
Petersilie, Salbei, Thymian und Rosmarein.<br />
Ich schwöre, ich wird ihr nichts zuleide tun.<br />
Sie soll meine wahre Liebe sein.</p>
<p>Morgen erwarte ich Antwort von ihr.<br />
Petersilie, Salbei, Thymian und Rosmarein.<br />
Was sie auch sagt, sie hat keine ruhe vor mir.<br />
Sie soll meine wahre Liebe sein.</p>
<p>Ihre Antwort kam nach einer Woche und einem Tag.<br />
Petersilie, Salbei, Thymian und Rosmarein.<br />
Tut mir leid, mein Herr, dass ich Euch nicht mag.<br />
Ich werde nicht Eure wahr Liebe sein.</p>
<p>Niemals entfliehen wird sie meinem Bann.<br />
Petersilie, Salbei, Thymian und Rosmarein.<br />
Wenn sie nicht drei Rätsel lösen kann,<br />
Wird sie meine wahre Liebe sein.</p>
<p>Ein Zauberhemd sie mir fertigen mag.<br />
Petersilie, Salbei, Thymian und Rosmarein.<br />
Ohne Nadel, Saum und Naht.<br />
Sonst wird sie meine wahre Liebe sein.</p>
<p>Sie soll für mich finden einen Morgen Land.<br />
Petersilie, Salbei, Thymian und Rosmarein.<br />
Zwischen Meeresgischt und Meeresstrand.<br />
Sonst wird sie meine wahre Liebe sein.</p>
<p>Sie soll es pflügen mit einer Ziege Horn.<br />
Petersilie, Salbei, Thymian und Rosmarein.<br />
Und es ganz besäen mit einem einzigen Korn.<br />
Sonst wird sie meine wahre Liebe sein,</p>
<p>Und ihre Töchter sind auf ewig mein.</em></p>
<p>Als Lucy begreift, dass der Fluch wirklich existiert und sie nicht verschont bleiben wird, beschließt sie den Fluch zu brechen, doch dazu muss sie erst einmal die drei Aufgaben aus der Ballade vollbringen die praktisch unmöglich sind.<br />
Außerdem wird sie kurz nach ihrer Entdeckung schwanger und der Wettlauf mit der Zeit beginnt.<br />
Bei der Erfüllung der Aufgaben steht sie natürlich nicht alleine da, sondern ihre Adoptiveltern und ihr bester Freund Zach helfen ihr so gut es geht.<br />
Im Lauf des Buchs merken Zach und Lucy dass sie in einander verliebt sind und versuchen alles um ihre gemeinsame Zukunft zu retten.</p>
<p>Mir hat an diesem Buch gut gefallen, dass es mal etwas anderes ist und man die Geschichte nicht schon oft in verschiedenen Formen gelesen hat.<br />
Allerdings ist das Ende vorhersehbar, besonders die ersten zwei die Rätsel löst man wahrscheinlich währen des Lesens und noch vor der Hauptperson. Dadurch verliert das Buch die Spannung ist aber trotzdem eine ganz angenehme Lektüre für<br />
verregnete Nachmittage.</p>
<p><em>Caroline Miholic</em></p>
<p><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/zweisterne72.jpg" alt="" title="zweisterne72" width="198" height="71" class="alignleft size-full wp-image-415" /></p>
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		<title>Interview mit Tamara Bach</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 14:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Leipziger Buchmesse interviewte die Blaue Seite die vielfach ausgezeichnete Autorin Tamara Bach zu ihrem neusten Roman „Was vom Sommer übrig ist“. Was bedeutet Sommer für Sie? Sommer ist eine meiner Lieblingsjahreszeiten. Gerade als ich eine Jugendliche war liebte ich die Sommerferien. In Rheinland-Pfalz, wo ich herkomme, hatten wir nur fünf anstatt sechs Wochen frei. Trotzdem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright  wp-image-2603" title="IMG_2738" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/IMG_27381.jpg" alt="" width="256" height="211" /><em>Auf der Leipziger Buchmesse interviewte die Blaue Seite die vielfach ausgezeichnete Autorin Tamara Bach zu ihrem neusten Roman „Was vom Sommer übrig ist“.</em></p>
<p><strong><em>Was bedeutet Sommer für Sie?</em></strong></p>
<p>Sommer ist eine meiner Lieblingsjahreszeiten. Gerade als ich eine Jugendliche war liebte ich die Sommerferien. In Rheinland-Pfalz, wo ich herkomme, hatten wir nur fünf anstatt sechs Wochen frei.<br />
Trotzdem war es eine Zeit, in der immer viel passiert ist. Da, wo ich herkomme, ist es auch extrem warm, es wird auch die „Toskana Deutschlands“ genannt. Ich fand diese Zeit immer super. Es hat viel Spaß gemacht. Wobei man sich den Sommer immer geiler vorstellte, als er dann letzten Endes war.<span id="more-2601"></span></p>
<p><strong><em>Wie würden Sie Ihr neustes Buch in zwei Sätzen beschreiben?</em></strong></p>
<p>Es ist eine Geschichte über zwei Mädchen, die wahrscheinlich sonst keine Freunde wären, aber sich in diesem Sommer konstant über den Weg laufen. Beide haben ihr Päckchen zu tragen und lernen sich dann irgendwann kennen.</p>
<p><strong><em>Gibt es ein Erlebnis in Ihrer Jugend, dass Sie zu „Was vom Sommer übrig ist“ inspiriert hat?</em><br />
</strong><br />
Das einzige was ich sagen kann, was autobiografisch ist, ist die Tatsache, dass ich in der Bäckerei meines Bruders ausgeholfen habe. Ich habe gerne im Verkauf gearbeitet, Service mochte ich überhaupt nicht. In einer Bäckerei zu arbeiten war fatal, gerade weil mein Bruder extrem gut backen kann. Seine Schokoladenbrötchen sind bis heute ungeschlagen. Man riecht auch sehr gut, wenn man dort arbeitet.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2604" title="IMG_2730" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/IMG_2730.jpg" alt="" width="320" height="143" /><strong><em>Hören Sie Musik beim Schreiben und beeinflusst das Ihre Geschichte?</em></strong></p>
<p>Ja, das tut es. Ich schreibe gerne nachts, weil einen da nicht großartig irgendwas ablenkt. Ich muss nichts mehr für den Haushalt machen, es rufen kaum noch Leute an und niemand kommt mehr vorbei. Man ist ungestört, es sei denn, man lässt sich von Facebook ablenken. Um mich wachzuhalten trinke ich Cola light. Teilweise suche ich nach dem richtigen Song zum schreiben. Das ist vielleicht<br />
wie für manche Menschen beim Joggen. Man braucht einen bestimmten Rhythmus um zu schreiben. Es passiert nur sehr selten, dass ich ohne Musik schreibe. Teilweise geben mir Leute auch ihr Lieblingslied, das ich dann auf Repeat höre, wenn es gerade passt.</p>
<p><strong><em>Was haben denn Sie bei „Was vom Sommer übrig ist“ gehört?</em></strong></p>
<p>Das ist etwas peinlich. Am meisten habe ich nämlich „Bang Bang Bang“ von Mark Ronson gehört. Das habe ich eine komplette Nacht lang durchgehört. Als ich an dem Buch geschrieben habe, hat Kele von Blockparty ein Soloalbum herausgebracht. Ein Lied davon habe ich auch ständig gehört.</p>
<p><strong><em>Was halten Sie vom Cover?</em></strong></p>
<p>Ich finde es toll. Es leuchtet. Zuerst denkt man, dass die Sonne von hinten durch das Buch scheint. Es sieht aus wie Sommer. Ich finde auch immer gut, wenn das Cover nicht allzu viel über die Geschichte verrät. Schrecklich ist es, wenn der Buchdeckel nicht zum Inhalt passt. Aber bei „Was vom Sommer übrig ist“ ist das Cover meiner Meinung nach wirklich gelungen.</p>
<p><strong><em>Wie finden Sie die Namen für Ihre Charaktere?</em></strong></p>
<p>Bei „Was vom Sommer übrig ist“ weiß ich es gar nicht mehr. Es ist schlimm, dass ich diese Frage sooft gestellt bekomme und dann eine richtige Antwort geben kann. Ich weiß es nicht. Irgendwann musste ich mir selbst aufschreiben, wer wie heißt, wie jetzt die Freundinnen heißen oder die Oma. Louise ist so ein anständiger Name. Das klingt gutbürgerlich, ein netter Name. Man kann ihn gut abkürzen. Den Namen Jana mag ich einfach. Bei „Jetzt ist hier“ habe ich mir lauter Spitznamen ausgedacht. Ich hatte immer das Problem, gerade beim ersten Buch, dass ich Lesungen gegeben habe, und bei bestimmten Namen jemand im Publikum kicherte, weil es jemanden mit dem Namen in der Klasse gab. Dem wollte ich mit den ungewöhnlichen Spitznamen aus dem Weg gehen.</p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/IMG_2743.jpg"><img class="alignright  wp-image-2605" title="IMG_2743" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/IMG_2743.jpg" alt="" width="256" height="211" /></a><strong><em>Wären Sie gerne wieder ein Teenager?</em></strong></p>
<p>Nein. Ich habe mal darüber nachgedacht. Aber ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin, wenn ich Sachen anders gemacht hätte. Es gehören ja alle Fehler zum Leben dazu. Ich bin tatsächlich sogar sehr froh, dass ich nicht mehr morgens um acht in der Schule sitzen muss, dass ich mich vor niemandem rechtfertigen muss, wann ich abends ins Bett gehe oder wann ich meine To-do-Liste abgearbeitet habe. Es ist schon ein großer Vorteil. Viele hassen es auch, dass sie alles selbst entscheiden müssen und für alles selbst die Verantwortung tragen müssen. Ich persönlich kann es gut leiden, für mein Leben selbst verantwortlich zu sein.</p>
<p><strong><em>Wie kommt es dann, dass Sie so viel über Jugendliche schreiben?</em><br />
</strong><br />
Ich finde es spannend. Ich finde es spannend, was passiert. Ich kann einfach Geschichten erzählen. In der Pubertät passieren extrem viele Sachen zum ersten Mal und werden komplett anders wahrgenommen, weil sie zum ersten oder vielleicht auch zum zweiten Mal passieren. Es ist nicht, weil ich meine Pubertät aufarbeiten möchte. Ich habe keinen Auftrag, Jugendlichen irgendetwas<br />
beizubringen oder den moralisch rechten Weg zu weisen. Niemals.</p>
<p><strong><em>So lesen sich ihre Bücher auch nicht.</em></strong></p>
<p>Danke. Das ist gut zu hören. Viele Erwachsene fragen mich nämlich nach der Botschaft meiner Bücher. Wenn ich irgendeine Lehre verbreiten wollte, würde ich eine Religion gründen.</p>
<p><strong><em>Was ist Ihrer Meinung nach der Unterschied zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur?</em></strong></p>
<p>Das ist eine ganz große Frage. Innerhalb des Literaturbetriebs ist das wahrscheinlich bloß eine Schublade. Es gibt großartige Jugendbücher und es gibt großartige Kinderbücher, die einfach auch literarisch sind. Natürlich gibt es viel Schrott, aber den gibt es bei der Belletristik auch. Bei der Jugendliteratur habe ich das Gefühl, es geht den Leuten noch um die Lust am Lesen. Wenn<br />
diese Kritiker sich über ein Buch unterhalten, dass sie gerne gelesen haben, dann sind sie wirklich begeistert. Und das ist nichts Schlimmes in diesen Kreisen, zuzugeben, dass man ein Buch wirklich verdammt gerne mochte und man geheult hat.</p>
<p><strong><em>Wie hat es sich für Sie angefühlt, den Deutschen Jugendliteraturpreis in den Händen zu halten?</em></strong></p>
<p>(Lacht) Ich habe sogar noch das Foto davon. Von solchen grandiosen Momenten brauch man echt ein Foto. So etwas muss man sich aufheben. Es war toll. Alles sagen später „Ich habe nicht damit gerechnet“. Aber bei mir war das tatsächlich so. Ich hatte vorher schon den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis gewonnen und dachte mir: „Okay, beim Debüt gleich die beiden dicksten<br />
Preise zu erhalten? Niemals.“ Dr. Otto Brunken, der damals Mitglied der Jury für den Deutschen Jugendliteraturpreis war, hat mich auch noch hinters Licht geführt. Das war sehr witzig. Meine Lektorin kam zu ihm und sagte: „Also wenn es Tamara nicht wird, dann hoffen wir, dass es „Brando“ von Mikael Engström wird.“ Und Herr Brunken sagte: „Naja, ich würde ja auf keins der beiden Bücher<br />
setzen“ Also saßen wir da und fragten uns die ganze Zeit: „Welches kann es denn sonst sein?“ Und dann wurde mein Name genannt. Das war ein Adrenalin-High, das man nur selten in seinem Leben hat. Wirklich ein High, nicht dieser Schreck, weil man denkt man falle irgendwo runter, sondern eher „Puff! Wow! Mein Name!“. Dann steht man da, mit diesem debilen Grinsen auf den Lippen,<br />
während eine Laudatio auf einen gehalten wird. Das muss man sich erst mal vorstellen. Neben einem steht, jemand, der einen Text vorliest, warum man so cool ist oder warum das, was man gemacht hat verdammt geil ist. Das ist heftig. Aber schön.</p>
<p><strong><em>Nervt Sie das Berühmt sein?</em></strong></p>
<p>Ich bin ja kein Popstar. Auf der Straße werde ich auch nicht erkannt. Meine Nachbarn wissen, glaub ich, noch nicht einmal, was ich mache. Sie fragen sich wahrscheinlich nur, warum ich spät nachts noch am Rechner sitze. Natürlich gibt es ein paar Interviews, die nervig sind, aber es gibt auch sehr, sehr schöne Interviews, die einfach wie nette Gespräche sind. Lesungen mache ich auch gerne.<br />
Manchmal ist man zwar müde und ausgepowert, aber insgesamt ist das Öffentliche nur ein kleiner Teil meiner Arbeit. Es ist wichtig, dass man das als Schriftsteller macht, weil wir ja sonst nur zu Hause sind und vor uns hin schreiben. Wir kriegen kaum mit was andere über unsere Arbeit denken.<br />
<strong><br />
<em>Haben Sie einen bestimmten Schreibritus?</em><br />
</strong><br />
Die meisten Sachen habe ich schon erzählt: Die Cola light, die Musik, dass ich nachts schreibe. Aber ich muss sagen, dass ich sehr undiszipliniert bin. Es gibt Leute, die gleich früh morgens mit dem ersten Kaffee anfangen, was super sein soll fürs Schreiben. Bei mir ist das immer so: „Oh, ich glaube ich spiele lieber ein bisschen Solitär“. Ich bin extrem gut im mich selbst ablenken. Manchmal sind es<br />
wirklich alberne Sachen. Dann denke ich mir „Oh heute muss ich mir extra die Fingernägel lackieren, damit ich schreiben kann“. Manchmal finde ich auch einfach das richtige Lied nicht.</p>
<p><strong><em>Haben Sie während des Schreibens einen roten Faden?</em></strong></p>
<p>Das wusste ich nur bei „Busfahrt mit Kuhn“ tatsächlich, weil ich die Geschichte als Film konzipiert hatte. Ansonsten weiß ich es selten. Ich weiß manchmal den Anfang, manchmal das Ende, dann wieder eine Szene mittendrin. Wichtig ist, dass sich die Figuren irgendwann entwickeln. Wenn die Figuren stehen, dann entstehen die Sachen meistens. Ich bin eigentlich sehr verplant, aber das ist<br />
auch das lustige daran, dass man nicht weiß, in welche Richtung es geht.</p>
<p><strong><em>Gibt es dann auch einen Moment, in dem Sie nicht weiterkommen?</em></strong></p>
<p>Oh ja. Genau die Momente, in denen ich mich frage: „Warum hast du denn nicht dein Referendariat fertig gemacht und bist Lehrerin geworden?“ Und dann gibt es wieder die Momente, in denen ich nur eine Seite geschrieben habe, die ich aber super finde. Dann sitze ich am nächsten Morgen da und klopfe mir selbst auf die Schulter. Dann macht es wirklich Spaß. Schreibblockaden sind einfach die<br />
Hölle. Und das einzige Mittel, da wieder rauszukommen ist schreiben. Man muss einfach schreiben.<br />
<a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/IMG_2741.jpg"><img class="alignleft  wp-image-2606" title="IMG_2741" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/IMG_2741.jpg" alt="" width="256" height="231" /></a>Im Kopf schreibe ich immer mit. Das kann ich auch nicht ausschalten.</p>
<p><strong><em>Reden Sie viel mit Freunden über Ihre Arbeit?</em></strong></p>
<p>Teilweise lese ich meine Entwürfe vor. Das ist für mich ganz wichtig, fast schon ein erster Teil vom Lektorat. Wenn der Text fertig ist muss ich ihn ja später auch immer wieder vorlesen. So teste ich, ob ich das kann oder ob ich an einer bestimmten Stelle über das Geschriebene stolpere. Meine Lektorin kriegt teilweise auch vorher schon Passagen, wobei ich ihr immer sage: „Noch nicht lektorieren“, denn in der Phase brauche ich eigentlich immer nur Anfeuerung. Ich habe das mal versucht damit zu erklären: Man malt ein Bild und setzt den ersten Pinsel am Blatt an, und dann fragt jemand: „Blau, bist du dir sicher? Blau?“. Wobei man noch gar nicht weiß, in welche Richtung das überhaupt geht. Man kann das Blau ja noch letzten Endes überstreichen.</p>
<p><strong><em>Welchen Traum möchten Sie sich noch einmal erfüllen?</em></strong></p>
<p>Ich möchte einen Hund haben. Ich hätte gerne einen lustigen Hund. Ich bin noch ein bisschen unentschlossen. Ein paarmal war ich kurz davor, ins Tierheim zu gehen. Aber ich halte mich noch davon ab, weil ich allein lebe und viel mit den Büchern unterwegs bin.</p>
<p><strong><em>Was hat für Sie eine Blaue Seite?</em></strong></p>
<p>Ich habe mal ein Buch rezensiert, in dem es ums Meer ging. Da waren eine Menge blaue Seiten. Ein Bilderbuch, wunderschön. Wobei ich nicht mehr sagen kann, wie das Buch hieß.</p>
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		<title>Interview mit Andy Strauß</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 13:34:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach seinem Auftritt interviewten Daria Hartmann und Lina-Marie Ostertag den Poetry-Slammer Andy Strauß. Wie bist du zum Poetry Slam gekommen? Heute mit dem Auto. Ha, okay allgemein? Ich habe einfach das Verlangen gehabt Sachen aufzuschreiben und das gemacht und nur durch Zufall vorgelesen. Wie lange ist das jetzt her? 5 Jahre. Hast du einen Tipp [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Nach seinem Auftritt interviewten Daria Hartmann und Lina-Marie Ostertag den Poetry-Slammer Andy Strauß.<br />
</em></p>
<p><strong><em>Wie bist du zum Poetry Slam gekommen?</em></strong></p>
<p>Heute mit dem Auto.</p>
<p><strong><em>Ha, okay allgemein?</em></strong></p>
<p>Ich habe einfach das Verlangen gehabt Sachen aufzuschreiben und das gemacht und nur durch Zufall vorgelesen.</p>
<p><strong><em>Wie lange ist das jetzt her?</em></strong></p>
<p>5 Jahre.<span id="more-2599"></span></p>
<p><strong><em>Hast du einen Tipp für jemanden, der selber Texte schreiben will?</em></strong></p>
<p>Ne, habe ich nicht. Entweder du machst es, oder du machst es nicht. Wenn du es willst, dann machst du es . Punkt. Da<br />
gibt es keine Tipps, sondern dann macht man es.<br />
Einfach so losschreiben.<br />
Also so ist es bei mir. Wenn ich irgendetwas möchte, dann mach ich das auch. Wenn ich das nur ein bisschen möchte,<br />
denke ich darüber nach es zu machen, aber mach es dann nicht.</p>
<p><strong><em>Aber schaust du deine Texte gar nicht an, wie du es vielleicht besser machen könntest?</em></strong></p>
<p>Ne.</p>
<p><strong><em>Wie gehst du mit Kritik andere Leute zu deinen Texten um?</em></strong></p>
<p>Im Prinzip ist die mir egal. Weil ich immer hinter dem stehen kann, was ich selber gemacht habe.</p>
<p><strong><em>Es ist dir also vollkommen egal was andere Leute über deine Texte sagen?</em></strong></p>
<p>Ja.</p>
<p><strong><em>Und wie kommst du auf die Ideen zu deinen Texten?</em></strong></p>
<p>Das weiß ich nicht, die kommen halt. Die sind einfach da.</p>
<p><strong><em>Hast du jemals Ärger bekommen, weil du auf der Bühne geraucht hast?</em></strong></p>
<p>Mehr als einmal, ja.</p>
<p><strong><em>Wie reagierst du darauf?</em></strong></p>
<p>Ist mir egal.</p>
<p><strong><em>Das sagst du denen dann auch so?</em></strong></p>
<p>Ja, ist mir egal. Genau. Ich rauche halt.</p>
<p><strong><em>Und was passiert jetzt mit den Bildern, die während deiner Show entstanden sind?</em></strong></p>
<p>Die wird Arthur auf seine Homepage laden. Er hat einen Blog und da zeigt er sie.</p>
<p><strong><em>Aber ihr macht mit denen nichts anderes Großartiges?</em></strong></p>
<p>Vielleicht, man weiß es nicht.</p>
<p><strong><em>Bist du nervös vor deinen Aufritten?</em></strong></p>
<p>Tagesformabhängig. Mal bin ich nervös, mal bin ich nicht nervös. Kommt auch darauf an, ob ich den Ort kenne und<br />
wie die Leute sind. Wenn da nur Anzugträger sind, mit denen ich selbst nichts anfangen kann, dann ist es mir völlig<br />
egal, weil mir die Leute total egal sind, aber kommt drauf an. Manchmal bin ich super depressiv, manchmal super<br />
glücklich. Und wenn ich super glücklich bin, bin ich auch nicht nervös. Aber wenn ich gerade depressiv bin und<br />
in so einem totalen Tief, dann bin ich auch nervös und auch hart selbstkritisch. Dann geht&#8217;s nicht um das was ich<br />
produziert habe, sondern mich als Menschen generell. Und dann bin ich natürlich auch nervös bevor ich auftrete.</p>
<p><strong><em>Wie viel Prozent deiner Show sind improvisiert?</em></strong></p>
<p>Ich denke fast alles. Aber man sieht das ja. Wenn ich einen Text vorlese, dann ist das ein geschriebener Text. Oder<br />
wenn wir die Beamerpräsentation machen, dann gibt es einen roten Pfaden, aber was genau ich zu den einzelnen<br />
Bildern sage ist etwa zur Hälfte improvisiert.</p>
<p><strong><em>Wirst du oft auf der Straße erkannt oder ist das gar nicht so?</em></strong></p>
<p>Ich weiß nicht, was <em>oft</em> in diesem Zusammenhang bedeutet. Heute mehr als früher. Und dann noch in der Stadt in der ich bin, weil ich dort mehrt auf Bühnen auftrete. Ich war irgendwie 3 mal beim WDR, aber ich bin ja trotzdem keine<br />
bekannte Fernsehsehperson. Deswegen hält sich das zum Glück in Grenzen.</p>
<p><strong><em>Wie reagiert du drauf, wenn dich jemand anspricht?</em></strong></p>
<p>Da ich weiß, dass die Leute mich kennen, weil sie die Dinge kennengelernt haben oder auch mögen, die ich mache,<br />
hinter denen ich halt auch voll stehe, reagier ich höflich, wie man halt auf Menschen reagiert. Bin ja generell eher ein höflicher Mensch.</p>
<p><strong><em>Was hat für dich eine Blaue Seite?</em></strong></p>
<p>Eine blaue Seite nimmt Tinte auf, die zu viel ist, bevor man die Seite verschmiert.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Als gäbe es einen Himmel von Els Beerten</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 16:19:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Verrat]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Schicksal einer Familie im Schatten des Zweiten Weltkriegs. Jef und Ward sind beste Freunde. Sie leben in einem winzigen Dorf im von den Deutschen besetzten Belgien. Ward will für Deutschland in den Krieg ziehen. Jef will auch, doch seine Familie hindert ihn daran. Seine Schwester Renée liebt Ward, kann seine Entscheidung jedoch einfach nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Himmel-195x300.jpg" alt="" title="Himmel" width="128" height="199" class="alignleft size-medium wp-image-2595" />Das Schicksal einer Familie im Schatten des Zweiten Weltkriegs. Jef und Ward sind beste Freunde. Sie leben in einem winzigen Dorf im von den Deutschen besetzten Belgien. </p>
<p>Ward will für Deutschland in den Krieg ziehen. Jef will auch, doch seine Familie hindert ihn daran. Seine Schwester Renée liebt Ward, kann seine Entscheidung jedoch einfach nicht verstehen. Und der Kleinste, Remi, versteht zu versuchen, was der Krieg mit den Menschen macht. <span id="more-2594"></span><br />
Ward zieht trotz Renées Bemühungen in den Krieg, das Dorf leidet unter der deutschen Besatzung. Und auch wenn sich ihre Wege trennen, bleibt den vier Schicksalen doch immer ein Trost: Die Liebe zur Musik und die Hoffnung darauf, dass eines Tages alles besser werden wird.</p>
<p>Endlich wieder ein lohnenswerter historischer Roman! 600 Seiten mögen zunächst abschrecken, doch schon bald ist man gepackt von der überraschenden Intensität der Geschichte. Spannend und mitreißend sind die verschiedenen Perspektiven der Hauptcharaktere beschrieben. Jeder hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen, jede der Personen ist komplex und authentisch. Das Buch regt, gerade in der letzten Hälfte der Geschichte, zum Nachdenken über Schuld, Mut und Ehrlichkeit an. Lange lässt die Autorin den Leser im Ungewissen, wie der Roman ausgehen könnte und schafft es dann doch im Finale noch einmal zu überraschen. Auf jeden Fall lesenswert!</p>
<p><em>Freya Schwachenwald</em></p>
<p><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/viersterne721.jpg" alt="" title="viersterne721" width="198" height="71" class="alignleft size-full wp-image-221" /></p>
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		<title>Von Kästen und Schubladen</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 15:38:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Kästen und Schubladen Wir ordnen und sortieren unser Leben, verstauen Gegenstände in Kästen und stecken Menschen in Schubladen. Mit dem Thema &#8220;Von Kästen und Schubladen&#8221; beschäftigen sich die 6. Lübecker Jugendbuchtage, die vom 30. Januar bis 03. Februar 2012 zum ersten Mal im eigenen Haus der Bücherpiraten in Lübeck stattfinden. Solltet Ihr Euch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von Kästen und Schubladen</strong></p>
<p>Wir ordnen und sortieren unser Leben, verstauen Gegenstände in Kästen und stecken Menschen in Schubladen. Mit dem Thema &#8220;Von Kästen und Schubladen&#8221; beschäftigen sich die <strong>6. Lübecker Jugendbuchtage</strong>, die vom 30. Januar bis 03. Februar 2012 zum ersten Mal im eigenen Haus der Bücherpiraten in Lübeck stattfinden. Solltet Ihr Euch in dieser Zeit im Raum rund um Lübeck aufhalten, dann schaut auf jeden Fall vorbei. Das Literaturfestival von und für Jugendliche zog in den letzten Jahren rund 1000 Besucher an, die die Gelegnheit nutzten, rund um die Lesungen Autoren, Hörbuchsprecher, Übersetzer und Schauspieler kennenzuleren. Also packt eure Kästen und wagt einen Blick über den Rand eurer Schubladen!</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2428" title="22797517n" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/22797517n.jpg" alt="" width="99" height="152" /><a title="Blaue Pillen" href="http://www.die-blaue-seite.de/2012/01/08/blaue-pillen-von-frederik-peeters/">Blaue Pillen von Frederik Peeters</a><br />
Frederik Peeters erzählt die Geschichte seiner großen Liebe. Cati ist schön, jung und HIV-positiv.<br />
Als Frederik das erfährt, hat er sich bereits in sie verliebt.<br />
Fortan bestimmt die Krankheit nicht nur Catis Leben und das ihres Sohnes, sondern auch seins.<br />
Wie lernt man damit zu leben? Und wie liebt man jemanden mit Aids?</p>
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<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2010/05/30/freak-city-von-kathrin-schrocke/">Freak Ci<img class="alignleft  wp-image-932" title="FreakCity" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/FreakCity.jpg" alt="" width="99" height="152" />ty von Kathrin Schrocke</a><br />
Mika lernt durch Zufall die gehörlose Lea kennen und nimmt, um seine Exfreundin eifersüchtig zu machen, an einem Gebärdenkurs teil. Zuerst hat er eigentlich keine richtige Lust, an dem Kurs teilzunehmen. Doch nach und nach faszinieren ihn diese Sprache und die Welt, in der Lea und ihre Freunde leben, immer mehr. Doch trotz seiner Bemühungen, ist es schwierig für ihn, mit Lea zu kommunizieren.</p>
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<p><img class="alignleft size-full wp-image-2453" title="alles was wir" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/alles-was-wir.jpg" alt="" width="99" height="152" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2011/09/07/alles-was-wir-geben-mussten-von-kazou-ishiguro/">Alles, was wir geben mussten von Kazou Ishiguro</a><br />
„Alles, was wir geben mussten“ ist die Geschichte von den Freunden Ruth, Tommy und Kathy. Die drei wachsen zusammen im Internat Hailsham auf. Hailsham ist ein behüteter Ort für sie, denn die Wirklichkeit sieht anders aus. Sie gehören zu den Menschen die nur dafür geboren sind um später zu Spendern zu werden.</p>
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<p><img class="alignleft size-full wp-image-2430" title="gut_gegen_nordwind" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/gut_gegen_nordwind.jpg" alt="" width="99" height="152" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2012/01/12/gut-gegen-nordwind-von-daniel-glattauer/">Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer</a><br />
Eigentlich wollte Emmi nur ihr Abo der Zeitung „Like“ kündigen, doch stattdessen landet ihre Email bei Leo Leike.<br />
Durch diesen einen kleinen Tippfehler von Emmi entwickelt sich ein Emailkontakt, der, je länger die beiden schreiben, immer wichtiger für sie wird.<br />
Die beiden lernen sich mehr und mehr kennen, doch wie kann eine Beziehung bestehen, die nur auf Emails basiert?</p>
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<p><img class="alignleft size-full wp-image-2365" title="zivildienstroman" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/zivildienstroman.jpg" alt="" width="99" height="152" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2011/12/08/zivildienstroman-von-christian-bartel/">Zivildienstroman von Christian Bartel</a><br />
Was macht Spaß, aber man kann es nicht erklären? ZIVILDIENST!</p>
<p>Das meint auf jeden Fall der Autor Christian Bartel, der die Hauptperson in diesem Buch nach der Schule in den Zivildienst schickt, da die große Liebe nichts geworden ist.</p>
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<p><img class="alignleft size-full wp-image-1041" title="Nosferas" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Nosferas.jpg" alt="" width="99" height="152" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2010/06/08/die-erben-der-nacht-nosferas-von-ulrike-schweikert/">Nosferas von Ulrike Scheikert</a><br />
Sie haben sich jahrelang bekriegt und nun sollen ihre Kinder zusammenleben. Die Vampirclans sind skeptisch. Trotzdem nehmen sie die Herausforderung an und eröffnen eine Akademie für die Erben aller Vampirclans. Die jungen Vampire sollen ein Jahr in Rom bei den Nosferas verbringen und ihre Kräfte stärken. Denn das überleben aller Clans steht auf dem Spiel!</p>
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<p><img class="alignleft size-full wp-image-1799" title="ichwünschteichkönntedichhassen2" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/ichwünschteichkönntedichhassen2.jpg" alt="" width="99" height="152" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2011/02/25/ich-wunschte-ich-konnte-dich-hassen-von-lucy-christopher/">Ich wünschte, ich könnte dich hassen von Lucy Christopher</a><br />
Am Flughafen in Bangkok trifft Gemma Ty zum ersten Mal. Sie treffen sich, trinken gemeinsam einen Kaffee, und alles könnte ganz normal sein. Doch Ty mischt unbemerkt Drogen in Gemmas Kaffee und entführt sie..- bis in die Mitte Australiens.Wüste, roter Sand, keine Fluchtmöglichkeit. Verängstigt, panisch und verzweifelt versucht Gemma mehrmals zu fliehen, doch jedes Mal scheitert sie an der unbarmherzigen Natur.</p>
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<p><img class="alignleft size-full wp-image-1158" title="die einsamkeit" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/die-einsamkeit.jpg" alt="" width="99" height="152" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2010/07/28/die-einsamkeit-der-primzahlen-von-paolo-giordano/">Die Einsamkeit der Primzahl von Paole Giordano</a><br />
Ein sechs-jähriges Mädchen verletzt sich bei einer Skifahrt und bleibt den Rest ihres Lebens ein Krüppel. Ein sechs-jähriger Junge verliert seine Zwillingsschwester und lebt von nun an mit unerträglichen Schuldgefühlen. Zwei verschiedene Personen, denen das Schicksal bestimmt, aufeinander zu treffen. Zwei Primzahlen.</p>
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<p><img class="alignleft size-full wp-image-2394" title="Gossp Girl 2" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/gg2.gif" alt="" width="99" height="152" /><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2011/12/08/gossip-girl-ihr-wisst-genau-dass-ihr-mich-liebt-von-cecily-von-ziegesar/">Gossip Girl von Cecily von Ziegesar</a><br />
Serena kommt nach einem Jahr wieder zurück nach New York und trifft auf den belesenen Romantiker Dan.<br />
Blair muss erfahren, dass ihre Mutter wieder heiraten will, und hat immer mehr das Gefühl, Nate zu verlieren.<br />
Nate trifft sich mit einem Mädchen, das nicht Blair ist – sondern Jenny.<br />
Und Dan steht kurz davor, sich seinen größten Traum zu erfüllen.</p>
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		<title>Leipzig, oh, Leipzig!</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 11:23:41 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Und wiedereinmal verlesene Grüße von uns! Zwar liegt die Leipziger Buchmesse schon ein paar Monate zurück, nichtsdestotrotz möchten wir es nicht versäumen, Euch unsere Eindrücke von diesem Rieseneregnis der deutschen Literaturwelt zu schildern. Gigantisch, aufregend, voller Neuentdeckungen und alter Bekanntschaften präsentierte sich dieses Jahr ein frühlinghaft-sonniges Leipzig. Wir besuchten Lesungen, führten Interviews und verkündeteten, jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-2597" title="Leipziger Buchmesse 2011 003a" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/Leipziger-Buchmesse-2011-003a.jpg" alt="" width="128" height="154" /><strong> Und wiedereinmal verlesene Grüße von uns!</strong></p>
<p>Zwar liegt die <strong>Leipziger Buchmesse</strong> schon ein paar Monate zurück, nichtsdestotrotz möchten wir es nicht versäumen, Euch unsere Eindrücke von diesem <strong>Rieseneregnis der deutschen Literaturwelt</strong> zu schildern.</p>
<p>Gigantisch, aufregend, voller Neuentdeckungen und alter Bekanntschaften präsentierte sich dieses Jahr ein frühlinghaft-sonniges Leipzig. Wir besuchten Lesungen, führten Interviews und verkündeteten, jetzt schon zum zweiten Mal, die <strong><a href="http://www.die-blaue-seite.de/themen/">Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis</a></strong>. Die Interviews, u.a. mit <strong><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2012/05/18/interview-mit-tamara-bach/">Tamara Bach</a></strong>, <strong><a href="http://www.die-blaue-seite.de/2012/04/13/interview-mit-rafik-schami/">Rafik Schami</a></strong> und <strong>C.J. Skuse</strong> werden demnächst alle hier veröffentlicht sein.</p>
<p>Natürlich gibt es noch eine Menge anderer Dinge auf der Seite zu entdecken. Wer mehr erfahren möchte, sollte hier <span id="more-454"></span></p>
<p>weiterlesen!</p>
<p>Desweiteren gibt es viele neue Rezensionen. Sollte Euer Lieblingsbuch nicht unter den vorhandenen Rezensionen zu finden sein, könnt Ihr uns z.B. im Gästebuch einen Kommentar hinterlassen oder selbst eine Rezension schreiben.<br />
Wie das geht, seht Ihr unter <a href="http://www.die-blaue-seite.de/mitmachen/">MITMACHEN</a>.<br />
Außerdem könnt Ihr an den Umfragen teilnehmen, die auf der Seite überall zu finden sind und Euer Buch des Jahres wählen. Klickt dazu einfach oben rechts auf den Button Buch des Jahres und votet gleich.</p>
<p>Und last but not least, könnt Ihr hier das Video über die Blaue Seite ansehen, das bei der Preisverleihung der <a href="http://www.dkhw.de/cms/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=126-die-goldene-goere-der-preis-des-deutschen-kinderhilfswerkes&amp;catid=54-foerderpreise&amp;Itemid=74">Goldenen Göre</a>gezeigt wurde, bei der wir den 4. Platz gemacht haben.<br />
<img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/plugins/flash-video-player/default_video_player.gif" /></p>
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		<title>Ich gegen dich von Jenny Downham</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 14:28:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher von A-Z]]></category>
		<category><![CDATA[Buchstabe I]]></category>
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		<category><![CDATA[Zweifel]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal stellte Ellie sich Karyn McKenzie wie ein Ungeheuer vor – in einen Draculaumhang gehüllt, zerrte sie Tom mit ihren Klauen unter irrem Gelächter in eine Schwefelgrube. Dabei wusste sie, dass sie in Wirklichkeit groß und dünn war, lange dunkle Haare hatte und in einer Sozialsiedlung auf der anderen Seite der Stadt wohnte. Sie war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/imgres.jpg" alt="" title="Ich gegen dich" width="128" height="180" class="alignleft size-full wp-image-2588" /></a><br />
<em>Manchmal stellte Ellie sich Karyn McKenzie wie ein Ungeheuer vor – in einen Draculaumhang gehüllt, zerrte sie Tom mit ihren Klauen unter irrem Gelächter in eine Schwefelgrube. Dabei wusste sie, dass sie in Wirklichkeit groß und dünn war, lange dunkle Haare hatte und in einer Sozialsiedlung auf der anderen Seite der Stadt wohnte. Sie war in Tom verknallt, offenbar schon ewig. Anscheinend hatte sie seine Aufmerksamkeit an jenem Samstagabend besonders vehement  auf sich lenken wollte, mit grellrotem Nagellack, lila Lippenstift und einem knallorangenen Minirock, der um ihre Oberschenkel spannte. (…)<br />
„Du bist die Schwester, stimmt&#8217;s? (…) Wie ist es denn so? Muss merkwürdig für dich sein.“</em><span id="more-2587"></span></p>
<p>Mikey Mc Kenzie&#8217;s Schwester wurde vergewaltigt. Von einem reichen Jungen, in den sie verknallt gewesen war. Nun hockt sie in der Wohnung, spricht nicht darüber und schottet sich von allem und jedem ab.</p>
<p>Ellie Parker ist die Schwester von dem angeklagten Tom. Ihr Bruder soll ein Mädchen missbraucht haben. Und sie soll nun zu seiner Gunst aussagen.</p>
<p>Doch dann trifft sie auf Mikey, der sich eigentlich an Tom durch Ellie rächen will, aber er verliebt sich in sie.</p>
<p>Doch wie soll so eine Beziehung funktionieren?<br />
Wie viel kann so eine Liebe standhalten?</p>
<p>Die Bestsellerautorin Jenny Downham hat es mal wieder geschafft ein ernstes Thema auf atemberaubende Art und Weise in ein Roman zu verwandeln.<br />
Schon wie bei ihrem vorigen Roman nähert sie sich dem Thema  erschreckend ehrlich und gleichzeitig fesselnd. Dazu die Liebesgeschichte, zweier Charaktere die kaum eine Verbindung haben. Spannung bis zur letzten Seite. Eine Geschichte die einem selbst beim zuschlagen des Buches nicht so schnell wieder loslässt!</p>
<p><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/fuenfsterne721.jpg" alt="" title="fuenfsterne72" width="198" height="71" class="alignleft size-full wp-image-803" /></a></p>
<p>Lina-Marie Ostertag</p>
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		<title>Das Herz der Puppe von Rafik Schami</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 20:48:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher von A-Z]]></category>
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		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Puppen]]></category>
		<category><![CDATA[Rafik Schami]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Umzug]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Mein Traum wäre es, dass Kinder das Buch Ihren Eltern und Großeltern vorlesen!&#8221; -Rafik Schami Nina findet Widu auf einem Flohmarkt. Widu ist eine Puppe. Aber nicht irgendeine, denn sie hat feuerrotes Haar und grüne Augen und wenn Nina sie drückt, nimmt Widu ihr jede Angst. Außerdem kann Widu ihr wunderbar witzige und spannende Geschichten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/978-3-446-23896-1_21112712635-64.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/978-3-446-23896-1_21112712635-64.jpg" alt="" title="Schami_23896_MR.indd" width="128" height="196" class="alignleft size-full wp-image-2582" /></a><em><strong>&#8220;Mein Traum wäre es, dass Kinder das Buch Ihren Eltern und Großeltern vorlesen!&#8221;</strong><br />
-Rafik Schami</em></p>
<p>Nina findet Widu auf einem Flohmarkt. Widu ist eine Puppe. Aber nicht irgendeine, denn sie hat feuerrotes Haar und grüne Augen und wenn Nina sie drückt, nimmt Widu ihr jede Angst. Außerdem kann Widu ihr wunderbar witzige und spannende Geschichten erzählen, denn sie lebt schon sehr, sehr lange und war schon bei vielen Kindern.<span id="more-2581"></span> Aber auch Nina ist nicht irgendein Mädchen. Denn seitdem Widu bei ihr ist, fängt sie an, ein Herz haben zu wollen, obwohl Puppen doch eigentlich keines haben. Und wer ein Herz hat, der kann auch sterben&#8230;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<em>&#8220;Wie alt bist du?&#8221;, fragte Nina, als Widu wieder einmal etwas ziemlich Kluges von sich gegeben hatte. Es war Schlafenszeit, und sie lagen schon im Bett.<br />
&#8220;Wie alt?&#8221;, fragte Widu erstaunt zurück. &#8220;Was soll das heißen: wie alt?&#8221;<br />
Nina versuchte es ihrer Puppe zu erklären, aber die verstand es nicht.<br />
&#8220;Ich bin nur einen Tag und eine Nacht alt&#8221;, sagte Widu schließlich. &#8220;Und das werde ich immer sein: einen Tag und eine Nacht. Wir Puppen sammeln Tage und Nächte, aber wir bewahren sie auf wie Erinnerungen, einen Schatz. sie gehören dir, und du bewahrst sie auf wie einen Schatz, aber sie machen dich keinen Tag älter. So ist es bei uns Puppen mit der Zeit: Sie ist ein Schatz, der uns nicht alt werden lässt.&#8221;<br />
&#8220;Das ist ja toll. Dann möchte ich auch die Zeit sammeln und nicht alt werden&#8221;, sagte Nina.<br />
&#8220;Das ist gar nicht toll&#8221;, widersprach Widu und schaut in die Ferne. &#8220;Wir bleiben für alle Zeiten so, wie wir geboren sind, aber dafür drehen wir uns immer nur im Kreis. (&#8230;)&#8221;</p>
<p></em><br />
Ein fantastisches Buch, das für alle Altersklassen geeignet ist. In vielen kleinen Geschichten werden alle wichtigen philosophischen Fragen des Lebens in einzigartiger Weise dargestellt. Rafik Schami erzählt und erklärt die Welt verständlich und mit einleuchtenden, amüsanten Beispielen. Die Dialoge zwischen Nina und Widu stehen im Kontrast zu der Welt der Erwachsenen in Ninas Umfeld, was im Gespräch auch öfters zu witzigen Missverständnissen führt. Kein Satz scheint hier undurchdachtund überflüssig zu sein und die lebhaften Worte Schamis werden zusätzlich mit kleine Illustrationen verziert. Ein Buch für Erwachsene und Kinder, um durch die Augen des jeweils anderen zu sehen.</p>
<p><em>Bona-Katharina Dommert</em><br />
<a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/fuenfsterne721.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/fuenfsterne721.jpg" alt="" title="fuenfsterne72" width="198" height="71" class="alignleft size-full wp-image-803" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Interview mit Rafik Schami</title>
		<link>http://www.die-blaue-seite.de/2012/04/13/interview-mit-rafik-schami/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 22:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Fee-Rose Strohschehn und Bona-Katharina Dommert interviewten Rafik Schami u.a. über sein neues Kinderbuch &#8220;Das Herz der Puppe&#8221; am 15. März  auf der Leipziger Buchmesse. 1. Eines Ihrer Bücher ist die arabische Märchensammlung mit dem Titel „Malula-Märchen und Märchenhaftes aus meinem Dorf“. Wo sehen Sie die Parallelen und Unterschiede von arabischen und deutschen Märchen?  Die arabischen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/146.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2562" title="146" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/146-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></em></p>
<p><em>Fee-Rose Strohschehn und Bona-Katharina Dommert interviewten Rafik Schami u.a. über sein neues Kinderbuch <a href="http://www.die-blaue-seite.de/2012/04/15/das-herz-der-puppe-von-rafik-schami/">&#8220;Das Herz der Puppe&#8221;</a> am 15. März  auf der Leipziger Buchmesse.</em></p>
<p><strong>1. Eines Ihrer Bücher ist die arabische Märchensammlung mit dem Titel „Malula-Märchen und Märchenhaftes aus meinem Dorf“. Wo sehen Sie die Parallelen und Unterschiede von arabischen und deutschen Märchen? </strong></p>
<p>Die arabischen, orientalischen Märchen sind in einer Zeit aufgenommen worden, wo Pädagogik noch keine Rolle gespielt hat. Das heißt, dass die sich nicht zu einem guten Ende verpflichten.</p>
<p>Die Gebrüder Grimm zum Beispiel haben im 18. /19. Jahrhundert beim Versuch ein pädagogisches Mittel für Kinder zu finden, mit wunderbarem Verdienste schriftliche Niederlegungen angefertigt und dadurch viele Märchen vor dem Verlust gerettet. Aber wenn man eine Niederschrift legt, verändert man das Märchen, macht es modern und passend zu der Zeit. Und letztlich siegt der Gute und der Böse verliert und am Ende kommt immer ’die Moral der Geschicht’.<span id="more-2559"></span></p>
<p>Im Arabischen gibt es nicht diese  Moral der Geschichte. Das heißt, die konnten offen ausgehen oder negativ enden.</p>
<p>Das ist das Eine, zweitens ist es natürlich eine andere Gesellschaft.</p>
<p>Es ist eine Gesellschaft, in der viele Religionsgemeinschaften leben, das heißt es war nie eine Monokultur wie die europäisch-christlich-abendländische, deshalb sind die Werte sehr gleichmäßig verteilt. Die europäischen Märchen haben immer irgendwelche bösen Gestalten, aber im arabischen wechselt das. Es kann auch ein Nachbar der Böse sein. In den europäischen gibt es immer einen Sündenbock, das kennen wir nicht. Die Märchen im Orient haben mehr indische Elemente, mehr Zauberelemente, mehr magische Elemente. In Richtung Norden sind diese verloren gegangen.</p>
<p><strong><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/101.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2563" title="101" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/101-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>2. Was könnten die Deutschen von den Arabern und umgekehrt voneinander lernen? </strong></p>
<p>Die Deutschen könnten etwas Gelassenheit von den Arabern lernen. Sie sind sehr gehetzt mit und ohne Grund, so als ob sie ewig leben würden. Die Araber, und das habe ich wirklich verloren, da ich schon 40 Jahre hier lebe, haben an einem Glas Tee solch eine Freude.</p>
<p>In einem chinesischen Film erzählte eine Frau einem Mann, dass er nicht genießen kann, weil der Tee nicht nur zum Trinken sondern auch zum Riechen und Anschauen ist. Das man sich an kleinen Dingen erfreuen kann, bewegt etwas bei mir. Hier muss es immer etwas Sensationelles sein. Das bedauere ich sehr. Ich will mich da auch gar nicht erheben.</p>
<p>Die Araber können von den Deutschen viel lernen, z.B. Verbindlichkeit, Termine halten. Es ist nicht lustig, wenn man auf jemanden wartet, der nicht kommt, da er es vergessen hat. Die Zuverlässigkeit ist bei den Deutschen viel stärker.</p>
<p><strong>3. Also muss man da einen guten Mittelweg finden? </strong><strong></strong></p>
<p>Nicht Mittelweg, sondern das Beste aus beiden herausholen. Ein multikulturelles Kind, und das ist meine Hoffnung gegen alle Rassisten, hat die Möglichkeit die Gesellschaft mit den besten Elementen seiner Eltern, die er in sich trägt, zu bereichern.</p>
<p><strong>4. Warum? </strong></p>
<p>Er hat etwas von beiden Kulturen, lebt hier und kennt das Land von Kindesbeinen an und hat Werte im Hinterkopf, die aus einer fremden Kultur stammen, z.B. das seine Mutter oder Vater Gäste sehr lieben. Weil in ihrer Kultur die Gäste als heilige gelten, die man gut behandelt, damit sie das Haus segnen.  Solche Kinder sind die beste Abwehr gegen alle Rassisten der Welt.</p>
<p><strong><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/158.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-2567" title="158" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/158.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>4. Inwiefern wirkt sich die politische Lage in Syrien auf Ihr Schreiben aus? </strong></p>
<p>Sehr viel, weil ich seit dem 15. März 2011 nichts mehr geschrieben habe außer für diese Revolution. Interviews, Essays, warum die Diktatur weg muss. Anstatt Rache sollte sich versöhnt werden, damit die Opfer minimalisiert werden, da es bisher 8000 davon und 50000 Verschleppte gibt. Aber je länger der Bürgerkrieg und die Brutalität des Regimes andauern und die Welt nur zuschaut und dem Diktatur Fristen verlängert, um so einsamer wird meine Stimme. Es gibt Racheaufrufe und ich merke, dass das zu einem noch längeren Bürgerkrieg führen wird. Ich rufe zur Versöhnung und zum Handreichen und zum Verhandeln nicht mit den Mördern, sondern mit Leuten aus dem herrschenden Clan, die ihre Hände noch nicht mit Blut besudelt haben. Aber wie macht man das und der Verbrecher Assad hat noch so viele Truppen und Waffen? Die Suche nach einer Antwort beschäftigt mich, deshalb habe ich einen angefangenen Roman bei der Hälfte aufgehört.</p>
<p>Ich kann mich nicht auf eine fiktive Welt konzentrieren, während ich nicht mal eine Stunde zuvor mit Damaskus, Beirut, Paris und London, wo meine Freunde sind, telefoniert habe und einer mir erzählt, dass sein Bruder erschossen wurde, den ich als Kind kannte. Den Tag kannst du dann vergessen. Da kann ich nicht mehr schwelgen und fantasieren.  Dafür gebe ich am laufenden Band Interviews, schreibe Essays…Ich wurde zum freien Mitarbeiter der deutschen Medien und ich mache das gerne. Ich bekomme aktuelle Nachrichten per YouTube, Internet und Handy aus erster Hand und das übersetze ich und gebe es weiter.</p>
<p><strong>5. Also halten Sie mit Freunden und Verwandten regelmäßigen Kontakt? </strong></p>
<p>Mit Freunden, ja! Mit Verwandten darf ich nicht reden, denn das gefährdet ihr Leben. Ich rufe meine Familie immer an, aber wir reden nur über oberflächliche Dinge, niemals über Politik, denn das gefährdet nicht mich, sondern sie.</p>
<p><strong> </strong><strong>6. Werden die Menschen dort also abgehört? <a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/188.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2568" title="188" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/188-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></strong></p>
<p>Natürlich, die haben super moderne Geräte und da ich bekannt bin als Autor, der die Regierung nicht ausstehen kann, gehe ich davon aus, dass die meine Familie abzapfen. Richtige Nachrichten bekomme ich von Freunden, die mitten in Demonstrationen stehen und die können mir über Umwege Nachrichten schicken, ohne dass sie selbst gefasst werden. Es ist also nicht so, dass man keine Informationen bekommt. Und wenn mich eine Zeitung anfragt, mache ich die Arbeit. Aber die ist vollkommen anders als einen Roman zu schreiben. Dazu braucht man eine andere Kraft, einen anderen Kopf und sogar eine andere Sprache.</p>
<p><strong>7. Wir haben ihre Lesung zum Kinderbuch &#8220;Das Herz der Puppe&#8221; gesehen und sie haben die Geschichte komplett frei erzählt. Ist es für Sie wichtig alles frei zu erzählen? </strong></p>
<p>Ja, das ist meine Art zu erzählen. Ich habe 1982 meinen Job als Doktor der Chemie hingelegt und bin auf Reisen gegangen und ich liebe es frei zu erzählen. Ich muss aber viel Arbeiten, wenn ich hier in einer fremden Sprache erzähle und das Übersetzen im Kopf dauert.Aber ich habe Spaß daran, weil ich mit jeder Lesung ein Unikat hervorbringe &#8211; nie eine Lesung! Das ist der Unterschied zwischen rezitieren und frei erzählen (ausführlich nachzulesen in &#8220;Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte&#8221;). Rezitatoren stehen da und erzählen eins zu eins von Heine oder von Tucholsky und die  können noch in 10 Jahren dasselbe Gedicht sagen, wie auch wir das in der Schule gelernt haben. Ich aber erzähle frei entlang eines roten Fadens. Ich habe den roten Faden verinnerlicht, aber nicht auswendig gelernt. Das ist das Geheimnis der mündlichen Erzählkunst.</p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/162.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2566" title="162" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/162-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Und trotz meiner 30 Jahre Erfahrung, bin ich immer misstrauisch und habe eine kleine Stütze für den Zug, womit ich mir zumindest diese Punkte des roten Fadens merke. Die habe ich im Vorfeld vorbereitet. Und egal wie stressig, aufregend, traurig oder ärgerlich der Tag für mich persönlich ist, hat das Publikum immer das Recht auf eine perfekte Erzählstunde. Auf der Bühne vergesse ich alles und bin nur bei meinen Heldinnen und Helden. Hätte ich  den Text in so einer stressigen Situation wie heute (an diesem Tag hat der Zug eine Verspätung und mein Taxi steckte in Leipzig im Stau. Ich kam fünf Minuten vor dem angesetzten Termin an) auswendig gelernt, wäre ich aufgeschmissen. Diese Art zu erzählen macht auch mir Spaß und das reflektiert sich auf das Publikum. Die Zuhörer merken schon den Unterschied, ob der Autor seinen Text herunterleiert oder ob der Autor Freude daran hat. Ich selbst bin als Zuhörer in unzähligen Lesungen und Erzählabenden gewesen und lernte schnell den Unterschied zu sehen.</p>
<p><strong>8.Wenn Sie sich entscheiden müssen, zwischen freiem Erzählen und Schreiben, </strong><strong>was würden sie wählen? </strong></p>
<p>Frei Erzählen. Schreiben quält. Ich hätte gerne ein Kaffeehaus, wo ich Abend für Abend auftreten könnte und das Publikum kommt und geht. Aber ich muss Schreiben, damit ich auch Orte erreiche, die ich nicht persönlich erreiche. Meine Bücher sind jetzt in 25 Sprachen übersetzt und ich habe begriffen, dass das auch eine Chance ist &#8211; dass ich durch die Bücher andere Einladungen bekomme. So habe ich zum Beispiel auch Tourneen nach Finnland ins Goethe-Institut gemacht.</p>
<p><strong>9. Sie haben vorhin erzählt, dass arabische Märchen keine wirkliche Moral </strong><strong>haben. Ist es denn für Sie wichtig, dass eine Geschichte eine Moral </strong><strong>hat? </strong></p>
<p>Die Frage ist wunderbar. Was ich kritisiere ist das, was hier in Europa im Namen der Pädagogik passiert ist. Das ist dieses aufgesetzte moralische Ende.</p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/097.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2565" title="097" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/097-207x300.jpg" alt="" width="207" height="300" /></a>Eine Geschichte hat immer eine Moral. Sie erzählt was vom Leben und sie erstellt eine Skala von Werten: Der eine hat dem Armen geholfen &#8211; schon ist da Moral drinnen. Der eine gibt dem Hungernden ein Stück Brot &#8211; das kennen wir doch aus anderen Religionsbüchern. Ob das von China, Japan oder auch hier in Europa ist &#8211; alle Geschichten hatten ihre Moral, lange bevor die Pädagogen geboren wurden . Aber was hier in Europa passiert ist, ist dass man pädagogisch noch eins daraufgesetzt hat, und der Leser soll sich ja vor dem Ende der Geschichte in Acht nehmen: &#8220;Und die Moral der Geschichte ist, sei immer ehrlich und gehorsam, dann kommst du durch.&#8221; Die arabischen Geschichten zeigen eher, dass wenn man immer ehrlich und gehorsam ist, eher einen auf den Deckel bekommt. Stimmt ja, denn so ist das im wirklichen Leben!</p>
<p><strong>10. Sie haben ja einige Bücher für Erwachsene und auch welche für Kinder </strong><strong>geschrieben. Was gefällt Ihnen persönlich am liebsten? Wo sehen Sie </strong><strong>die Vor- oder auch Nachteile? </strong></p>
<p>Oh, das ist wirklich schwer. Ich schreibe für beide gerne. Manchmal habe ich auf das eine Lust und manchmal auf das andere. Aber ich sage Ihnen den Unterschied: Kinderbücher sind für mich wie Konzentrate. &#8220;Das Herz der Puppe&#8221; ist eigentlich ein Philosophiebuch. Bei diesem Buch hatte ich sehr viel Arbeit, das in diese ganzen kleinen spannenden Geschichten zu verfassen. Was ist Freundschaft, was ist Treue, was ist Verrat? Was ist Tod? Das heißt, die Kinderbücher kosten mich mehr Arbeit, als es danach aussieht. Es gibt einen wunderbaren Satz von dem französischen Karikaturisten  Sempé, den ich sehr schätze. Er sagte in einem Interview: „Wenn man mein Resultat am Ende sieht, dann schäme ich mich, dass ich eine Woche daran gesessen habe.“ Und das passiert mir bei Kinderbüchern immer! Bei meinem Buch gegen Rassismus &#8220;Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm&#8221; war es wie die Arbeit an einem Roman. Bis ich fertig war&#8230;Dabei ist der Text weniger als fünf Seiten lang gewesen.</p>
<p><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/166.jpg"><img class="alignleft  wp-image-2570" title="166" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/1661-200x300.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/168.jpg"><img src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/168-200x300.jpg" alt="" title="168" width="200" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-2585" /></a>Weil ich immer versucht habe, die Geschichte zu erzählen, ohne den Zeigefinger zu erheben. Und dann war mein Zeigefinger plötzlich doch da! Und dann habe ich es noch einmal neu geschrieben. Das heißt, man sieht bei guten Kinderbüchern &#8211; ich hoffe, dass ich gute Kinderbücher schreibe &#8211; nicht die Mühe, die man bei Erwachsenromanen sieht. Die Kinderbücher sehen leichter aus, als sie sind und das ist auch gut so.</p>
<p><strong>11. Gibt es denn eine Hauptbotschaft hinter &#8220;Das Herz der Puppe?&#8221;</strong></p>
<p>Ja, vielleicht: die Kinder sollen selbständig sein und keine Angst haben. Sie sollen sich Freunde suchen, auch wenn das nicht kl appen sollte. Und vor allem sie sollen ihre Kindheit genießen und soweit es geht verlängern.</p>
<p><strong>12. Unserer Meinung nach, kann &#8220;Das Herz der Puppe&#8221; auch sehr gut von </strong><strong>Erwachsenen gelesen werden, obwohl es ein Kinderbuch ist. Empfinden Sie </strong><strong>das genauso?</strong></p>
<p>Ja. Das habe ich auch dem Verlag gesagt. <strong><span style="color: #ff0000;"><em>Mein Traum wäre es, dass Kinder das Buch Ihren Eltern und Großeltern vorlesen!</em></span></strong> Das kann in Ihrem Interview ruhig hervorgehoben werden. Also, die Kinder sollen den Eltern das Buch vorlesen, nicht umgekehrt.</p>
<p><strong>13. Wann haben Sie angefangen, auf Deutsch zu schreiben?</strong></p>
<p>1977. Ich habe Deutsch für die Akademie gelernt, das ist ein anderes Deutsch, als man es für Literatur braucht. Als ich gemerkt habe, dass ich nicht auf arabisch schreiben kann, weil mich alle Verlage in den arabischen Ländern abgelehnt haben, dann habe ich gedacht: Wie lange rennst du dieser Illusion noch hinterher? Du lebst in Deutschland, deine Frau ist deutsch, du sprichst den ganzen Tag deutsch und dein Publikum ist deutsch. Dann habe ich mir das literarische Deutsch doch noch angeeignet, indem ich viele, viele literarische Werke abgeschrieben habe. Das habe ich einfach gemacht um zu verstehen, wie man den Satz richtig baut, wie man einen Effekt ohne viele Adjektive erreicht und was das Geheimnis dahinter ist. Von da an, schrieb ich nur noch auf Deutsch. Das war Ende &#8217;78 Anfang &#8217;7 9 glaube ich.</p>
<p><strong><a href="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/1921.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-2575" title="192" src="http://www.die-blaue-seite.de/wp-content/uploads/1921.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>14. Was hat für Sie eine blaue Seite?</strong></p>
<p>Ich habe eine besondere Sympathie für diese Farbe. Als ich mein Haus gekauft habe, war es braun und schwarz und ich habe es mittelmeerblau und weiß angestrichen. Ich habe dafür eine Anzeige bekommen, aber ich habe es so gelassen. Blau, wie in Griechenland habe ich es gemacht. Blau ist für mich eine Farbe, die sehr mit meiner Herkunft verbunden ist. Blau ist eine fröhliche Farbe, eine energische Farbe und deshalb mag ich blau. Und die blaue Seite heißt nicht die betrunkene Seite, das ist ein Vorurteil. Es hat nichts mit Saufen zu tun, sondern mit der Färberei, aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<p>&nbsp;</p>
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